da mir am Wochenende ziemlich langweilig war, und ich auch schon in dreieinhalb Monaten ausziehen muss, habe ich beschlossen, am Samstag mal ein bisschen nach Wohnungen in Stuttgart im Internet zu schauen. (Was übrigens saublöd ist, weil bei den meisten Anbietern immer Provision mitgezahlt werden muss.) Ich habe jetzt eine kleine gefunden, die ich mir gestern angeschaut habe.

Sie liegt sehr zentral und direkt am Tengelmann – hab mich dann gefreut wie Bolle, dass ich Getränke gleich „nebenan“ holen kann und schnell in der Wohnung habe. Dieses Glück verflog aber, als ich die sechs Stockwerke nach oben gegangen bin. Ich brauch da ja alleine schon fünf Minuten, um hochzukommen. Es sind übrigens vierundachtzig Stufen, sagte die Mieterin, die noch in der Wohnung wohnt.

Das Gute an der Wohnung: die Lage, die Kosten, dass die Möbel schon drin sind (gut erhalten vor allem), ich gleich Anschluss an alle wichtigen öffentlichen Verkehrsmittel habe, „schnell“ daheim bin und doppelt so schnell im Geschäft wie jetzt. Das Schlechte: keinen Stauraum, keine Spülmaschine, es ist halt „Stadt“, keine Waschmaschine und kein Anschluss dafür, ach ja, ganz wichtig, keinen Backofen (!). Aber dieses Trauma habe ich schon verarbeitet, als ich Sonntagabend in das Zimmer meines neuen Mitbewohners U. gestürmt bin – der sich gerade Popcorn und ’nen Film reingezogen hatte – und ihm mein Leid geklagt habe.

Jenny: „Sag mal, U., ich hab mir was ganz Schlimmes überlegt.“
Mitbewohner U.: oO
Jenny: „Was ist, wenn die Wohnung morgen keinen Ofen hat?“
Mitbewohner U.: „Das wäre natürlich sehr fatal!“
Jenny: „Ja, ich kann keine Pommes mehr machen.“
Mitbewohner U.: „Stimmt.“
Jenny: „Und Du hattest doch mal so einen Mini-Ofen.“
Mitbewohner U.: „Ja, aber den hab ich leider schon vergeben.“
Jenny: „Ich wollte den auch nicht … aber, wenn ich jetzt keinen richtigen Ofen hätte, würde ich mir so was anschaffen, kann der Pommes?“
Mitbewohner U.: „Also, kann er schon … aber die sind dann unglaublich lätschig.“
Jenny: :no:
Mitbewohner U.: „Popcorn?“

Na ja, die jetzige Mieterin würde sogar ihren Mini-Ofen dalassen. (Dafür würde ich ihr die Schlager-CD schenken, die ich seit dem 22. August 2007 schon jemandem andrehen will.) Da könnte man Versuche starten, ob das nun geht oder nicht. Jetzt muss mich nur noch die Vermieterin selbst mögen, deswegen werde ich mir beim nächsten Mal einfach meine ungebügelte Bluse anziehen – sie wird mich bestimmt googeln lieben.

Gedenktag des Tages: Welt-Osteoporosetag.

***

Home, sweet home

20. Oktober 2009 um 16:18 Uhr

Retrospektive, WG-Leben, Wortgefecht

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16 Kommentare

ich wünsch dir schonmal viel glück für die neue bude :yes: vll kann man dir ja so ein öfelchen und ein waschbrett zur EINWEIHUNGSFEIER schenken :freu


Kauf dir nen Actifry. Ja, ist schweineteuer, aber leckerleckerlecker sind die Fritten. Und gut, günstiger als ein Backofen ist er immer noch. Das mit kein Stauraum kenn ich. Ist bissl mies. Aber hey, Supermarkt vor der Tür! :D


Pommes muss man nicht unbedingt im Backofen machen. Geht ja auch in der Pfanne (aber kA, wie das dann schmeckt). Oder ganz selber machen. Hat mein Bruder mal gemacht. Katoffeln in Streifen schnippeln, in einen Top mit Fett werfen und frittieren. Jammi!


macht ja quasi keinen unterschied ob du in n keller gehen würdest, um n paar neue flaschen zu trinken hoch zu holen, oder nach nebenan zum getränkemarkt… runter müsstest du so udn so ;)


Ja, ja. Whg-Suche ist nicht einfach. Laß dir Zeit und nimm nicht das erstbeste


Es gibt doch backende Mikrowellen, also Mikrowellenöfen mit Heißluft und Heizschlange, da kann man auch Kuchen drin backen. Die sind auch nicht mehr so teuer wie vor Jahren, als ich meine kaufte.

Auf meiner Sharp ein Modell von 2001) steht unter „Autocook“ auch ein Programm für „Pommes frites“.

:kls Frittieren in der Pfanne finde ich etwas gefährlich. Wenn das Fett rausschwappt und sich an der heißen Herdplatte entzündet, sollte man einen Eimer Sand zum Löschen da haben. Wasser verdampft nur und reißt das brennende Fett mit nach oben. (Die Feuerwehr hatte das hier mal demonstriert)
:freu


kauf dir nen Topf und Fett!


nee weisch, kauf mp ;)


Mona: vll kann man dir ja so ein öfelchen und ein waschbrett zur EINWEIHUNGSFEIER schenken :freu

Oder eine Mini-Waschmaschine. :kls

stiller: Kauf dir nen Actifry. Ja, ist schweineteuer, aber leckerleckerlecker sind die Fritten.

Aber ich mag doch Friteusen-Pommes nicht so. :-(

stiller: Das mit kein Stauraum kenn ich. Ist bissl mies. Aber hey, Supermarkt vor der Tür! :D

Genau, man kann es sich auch schön reden. :kls

Verena: Hat mein Bruder mal gemacht. Katoffeln in Streifen schnippeln, in einen Top mit Fett werfen und frittieren. Jammi!

Das schmeckt dann mehr nach Fett als nach Kartoffel!

tux: macht ja quasi keinen unterschied ob du in n keller gehen würdest, um n paar neue flaschen zu trinken hoch zu holen, oder nach nebenan zum getränkemarkt… runter müsstest du so udn so ;)

Und ich könnt das Pfand immer gleich mitnehmen.

jeannie01: Ja, ja. Whg-Suche ist nicht einfach. Laß dir Zeit und nimm nicht das erstbeste

Lass Dir Zeit ist gut, drei Monate und nachher hab ich immer noch nix Tolles … Das mach ich dann, wenn ich wirklich keine Frist habe.

Marc: Es gibt doch backende Mikrowellen, also Mikrowellenöfen mit Heißluft und Heizschlange, da kann man auch Kuchen drin backen. Die sind auch nicht mehr so teuer wie vor Jahren, als ich meine kaufte.

Ja, eine Mikrowelle, hmm … Hab unsere nie wirklich genutzt hier, aber die sah auch aus wie Sau. -.-

Helmut: kauf dir nen Topf und Fett!

Nee.

Saskia: nee weisch, kauf mp ;)

Kauf Mikrowelle.


Jenny: Aber ich mag doch Friteusen-Pommes nicht so. :-(

Die sind dann auch gar nicht friteusig. Ich mach mir die Fritten immer aus frischen Kartoffeln, dann kommt 1 EL Öl über die Portion und dann läuft das Maschinchen 30 Minuten lang. Und dann hat man quasi fettfreie, knusprige und frische Fritten aus glücklichen Kartoffeln. :)


30 Minuten? Hui! Aber wenn Du das sagst … wäre es fast überlegenswert!


Hab‘ auch so nen Miniofen, seitdem hol ich die Pommes beim Dönermann.


Jenny: 30 Minuten? Hui! Aber wenn Du das sagst … wäre es fast überlegenswert!

Ja, dauert halt schon was, zumindest bei frischen Kartoffeln. Kann natürlich sein, dass es mit Backofenfritten schneller geht, hab ich noch nicht getestet. Ach ja, und man kann das Ding auch als ne Art Wok nutzen, Hühnchen oder Fisch rein, Gemüse dazu, anschalten, warten. Ich liebe es ein bisschen. :X


Icke: Hab‘ auch so nen Miniofen, seitdem hol ich die Pommes beim Dönermann.

Hahaha.

stiller: Ach ja, und man kann das Ding auch als ne Art Wok nutzen, Hühnchen oder Fisch rein, Gemüse dazu, anschalten, warten. Ich liebe es ein bisschen. :X

Ist Dir kaum anzumerken. :kls Pommes im backofen dauern auch gut zwanzig bis fünfundzwanzig Minuten, da schenkt sich nicht viel, außer vielleicht der Aufwand davor. :sly:


miniwaschmaschine lässt sich vielleicht auch einrichten. kommt darauf an, wie groß deine einweihungsparty dann wird und wieviele leute wir für’s geld anhauen können :freu


Also Jenny, ich glaub Dein Pommes Problem lässt sich sicher besser lösen als die 84 Stufen, keine Waschmaschine und vorallem: kein Stauraum????
3 1/2 Monate sind noch Zeit um etwas geeigneteres zu finden, oder?