neulich stolperte ich über den Trailer des „Facebook-Films“ der da heißt „The Social Network“. Im ersten Moment dachte ich, wer denn auf die Idee käme, einen Film über die Entstehung eines soziales Netzwerk zu drehen (David Fincher, übrigens) – aber wenn man bedenkt, wie viel „Einfluss“ Facebook auf unser Leben nimmt, ist die Überlegung gar nicht mehr so abwegig.
Ich klickte mich, um ein wenig mehr Informationen zu erhalten (sorry, hab mich jetzt echt noch nicht für die Entstehung von Facebook interessiert), auf Wikipedia durch die Links, und las unter anderem den Artikel zu Mark Zuckerberg, Mitgründer von Facebook, in dem Folgendes stand:

Anfang des Jahres 2010 erklärte Zuckerberg in einem Interview mit Mike Arrington von TechCrunch, dass er „Privatsphäre“ nicht mehr zeitgemäß findet. Er begründete seine Ansicht damit, dass die Privatsphäre inzwischen ein überholtes Konzept sei, da mehr und mehr Nutzer immer mehr von sich persönlich im Internet preisgeben.

Ich beschäftige mich, wie den meisten schon aufgefallen sein sollte, immer mehr mit dem Thema – deswegen widert mich diese Aussage auch tierisch an. In erster Linie deshalb, weil sie von einem Mitgründer des momentan größten Social Networks stammt, einem Bereich des Internets, in dem das Thema Privatsphäre eine große Rolle spielen sollte.
Wenig Privatsphäre wäre für mich ein wichtiger Faktor, um mich definitiv nicht anzumelden. Warum? Weil ich die Möglichkeit haben will, mich Freunden/wasauchimmer mitzuteilen, ohne dass die ganze Welt es erfährt. Und Facebook ist dafür recht praktisch, das muss man dem Unternehmen schon lassen. Es gibt nichts Vergleichbares.

Eigentlich waren mir die AGB bei Facebook, als ich dort noch angemeldet war, recht „egal“, sag ich mal. – Okay, die haben meine E-Mail-Adresse. Oh, komisch, Facebook schlägt mir einfach so Freunde vor – die ich auch noch kenne! Wie das denn? Ach, was soll’s … Und die personalisierte Werbung. Wayne! Und überhaupt ständig das Umstellen der Privats- und Anwendungseinstellungen, so dass andere doch plötzlich meine Fotos sehen. Ja, mein Gott, stell ich das halt wieder um. Und überhaupt, sollen die doch die Urheberrechte daran bekommen. Und, äh, die lesen mein Adressbuch aus, wenn ich Facebook fürs Handy installiere?

Inzwischen bin ich nicht unglücklich darüber, da raus zu sein, weil ich echt nichts verpasse im Leben, wenn ich dem Verein fernbleibe. Mal abgesehen von der Datenschutz-Thematik: es raubt Zeit (in meinem Fall definitiv).1

Ich kenne eigentlich keinen Internet-Nutzer (abgesehen von denen, die bewusst ihren Namen ins Netz stellen, um einen größeren Bekanntheitsgrad zu erlangen und, ja, „Internet-Newbies“2), der achtlos mit Daten und Fakten rund um seine Person im Internet um sich wirft. Ich behaupte sogar das Gegenteil, nämlich, dass verstärkt mehr Menschen auf ihre Privatsphäre im Internet achten, weil sie sich bewusst sind, dass das Internet nichts vergisst und es von immer mehr Menschen genutzt wird. Manche mehr, manche weniger.

Klar ist der Mensch seit dem Internet öffentlicher geworden und verbreitet mehr Informationen über sich im Netz. Anfangs noch, in Gästebüchern mit vollem Namen. Ich erinnere mich auch an die Anfangszeit der Blogs, überwiegend privat, die lustig und munter über alles bloggten, was ihnen in den Sinn kam. Das gibt es so auch kaum noch. Weil sich der Blogger über die Konsequenzen bewusst wurde. Auch ich gehöre dazu.

Abschließend bleibt zu sagen, dass für einen Menschen wie Mark Zuckerberg Privatsphäre sowieso etwas anders definiert ist als die Privatsphäre eines Otto-Normalbürgers, da er ständig in der Öffentlichkeit steht. Deswegen darf man das Ganze aber keinesfalls abwerten. Ein Grundrecht als „nicht mehr zeitgemäß“ zu nennen – also, wenn wir mit dem Internet in die Richtung gehen, steige ich aus.

Gedenktag des Tages: Nationalfeiertag in Venezuela. (Ich lese immerzu „Vuvuzela“.)


  1. Und es hat die Zahl der Blogeinträge beträchtlich gesenkt: Denn was ich auch „kurz“ los wurde: es war gesagt, und bedurfte keiner längeren Ausformulierung. Genau so bei Twitter, das ich primär nutze, um Leute auf neue Blogeinträge aufmerksam zu machen und ab und an auch auf meine Ungeschicklichkeit in allen Bereichen des Lebens. (Meine Twitter-Affinität hält sich aber auch in Grenzen.) Doppelt geposteter Content ist auch etwas Unnötiges.
  2. Eigentlich ist es schon fies mit den Privatsphäre-Einstellungen. Leute, die mit dem Internet beziehungsweise Social Networks nicht wirklich vertraut sind, sind also von vorne herein „gläsern“, da sie das meiste, was eingesehen werden kann, für alle freigegeben haben. Nicht bewusst meist. Gerade bei Social Networks ist es daher wichtig, zu bestimmen, wer wie viel sehen, und dem User zu vermitteln, wie er was einstellen kann und nicht die Unwissenheit mancher auszunutzen.

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18 Kommentare

Danke für diese gute die Zusammenfassung und Einschätzung; besonders für die Ansicht des Otto-Normal-Surfers! Habe ich bisher (leider) noch nicht so gelesen …


dazu von vor nem halbe jahr ;)
ich weiß nich ob man jenny als otto-normal-surfer ansehen kann, und auch nich unbedingt die leute um sie herum (zu denen ich mich auch zähle) und wenn ich in meinem umfeld schaue stimem ich zu, das es wenige gibt, die nicht auf die privatsphäre achten.
aber wenn ich so manchen gesprächen in bus und sbahn lausche, dann weiß ich dass das längst nich alle machen.
und klar fin ich es nich toll, wenn es keine privatsphäre mehr gibt, wobei ich auch glaube, dass wie zuckerberg selbst sagt, er heute nochmal fb anfangen würde, er die privatsphäreeinstellugnen komplett rauslassen würde, es auch funktionieren würde…
wenn es von vornherein klar ist, dass mein profil öffentlich ist, aber das netzwerk durch einfachheit und ka. was etwas bietet, dass es so noch nich gibt. dann werden leute kommen die das akzeptieren sich anmelden und dann werden mehr dazukommen und irgendwan nauch die die es nich toll finden das es keine privatsphäreeinstellungen gibt -gruppenzwang.
klar wird es welche geben die sich nicht anmelden, aber es gibt auch noch leute ohne emailadresse ;)
mich nervt an der ganzen geschichte/debatte is dass sich die einstellungen alle naselang ändern… da is es mir eigentlich lieber, wenn ich weiß, es gibt keine privatsphäre, dann muss ich halt nachdenken bevor ich was schreib.
is durchaus besser als es gibt eine privatsphäre, die geändert werden kann ohne das ich es mitbekomme, weil sich ein mensch 8 seiten agbs und agb änderungen durchliest.


Tut mir Leid, dass ich in meinem Kommentar nicht deutlicher hervorgehoben habe, dass mir durchaus bewusst ist, dass Jenny kein »Otto-Normal-Surfer« ist; dies – denke ich – geht doch sehr klar aus ihrem Artikel hervor, sodass ich dachte, ich müsse das nicht noch extra wieder betonen.

Ich fand es sehr gut, dass Jenny mal aufgezeigt hat, wie es vielleicht den Menschen mit Facebook ergeht, die sich nicht so sehr mit dem Internet und Datenschutz-/Privatsphären-Fragen beschäftigen. Das habe ich bisher bei Artikeln, die sich mit den Privatsphären-Einstellungen von Facebook beschäftigen, vermisst; sie richteten sich meist von Kennern an Kennern und blendeten dabei die, so denke ich, Mehrheit der eigentlichen Nutzern aus, die eben nicht so Technik-Affin sind.

Liebe Grüße, Arne :)


Also bis auf meine E-Mail Adresse habe die keine korrekte Angabe von mir. Ich leben in Ungarn, bin dort auch viel älter und zu allem anderen habe ich nichts angegeben. Ansonsten versuche ich bei den Datenschutzeinstellungen immer hiner her zu sein, auch wenn es nervt und dieser Zuckerberg scheint echt Panne zu sein. Wir wissen alle, was man mit privaten Daten anderer anstellen kann. gerade wenn es um den Namen, Alter und Adresse geht.


tux: wenn es von vornherein klar ist, dass mein profil öffentlich ist, aber das netzwerk durch einfachheit und ka. was etwas bietet, dass es so noch nich gibt. dann werden leute kommen die das akzeptieren sich anmelden und dann werden mehr dazukommen und irgendwan nauch die die es nich toll finden das es keine privatsphäreeinstellungen gibt -gruppenzwang.

Mhm, das ist halt die Frage.
Ich meine, es gab früher auch SN, die ohne große Einstellungen an der Privatsphäre funktioniert haben. Früher halt. Es gibt ja Gründe, weshalb man nun bei jeder beliebigen Plattform einstellen kann, wer was sehen darf.
Anfangs hätte das sicher funktioniert, ich bin mir aber sicher, dass irgendwann der Augenblick gekommen wäre, eben sein öffentliches Leben im Netz in einer Community etwas einzuschränken.

Arne: Danke für diese gute die Zusammenfassung und Einschätzung; besonders für die Ansicht des Otto-Normal-Surfers! Habe ich bisher (leider) noch nicht so gelesen …

Merci!

Janin: Ansonsten versuche ich bei den Datenschutzeinstellungen immer hiner her zu sein,

Das ist das Bewusstsein der User, von dem ich spreche.


@arne: ok hab dich da dann etwas misverstanden.

was die provaten daten angeht: wenn es ein social network gibt, komplett ohne privatsphäreeinstellungen weiß man halt einfach von vornherein, alles was ich mache kan njeder sehen.
vielleicht wäre das ein schritt in die richtung das nich mehr jeder alles schreibt und sich dann wundert, dass es doch die falschen zu gesicht bekommen haben weil die einstellungen mal wieder geändert wurden.
auf der andern seite, wenn man sich anschaut wieviele leute auf twitter jeden scheiss aus ihrem leben schreiben ohne ihren account zu sperren… der mann (so blöd das alle finden) weiß wovon er spricht und würde wieder erfolg haben, geh ich fest von aus…

der hacken an der ganzen geschichte is halt, ob ich davon ausgehe das ich die kontrolle habe, oder ich von vornherein weiß, ich hab keine kontrolle. wenn ich weiß ich hab keine kontrolle, denk ich vorm posten nach und hab nachher keine angst. anders denken viele nich nach und wundern sich später.

also versteht da nich falsch, ich hab auch was dagegen, dass jeder alle meine privaten daten sieht, aber wenn ich das nich will, dann stell ich die einfach nich ins netz.


Ich kann deine Position, tux, sehr gut verstehen und teile sie mittlerweile auch: Ich habe z.B. meinen Twitter-Stream bewusst offen und frage mich auch bei manchen Tweets, ob ich sie wirklich so veröffentlichen soll; manchmal lösche ich Tweets von mir auch wieder, weil ich mir noch einmal bewusst gemacht habe, dass ich das vielleicht so nicht öffentlich sagen wollte.

Mittlerweile bin ich seit über zehn Jahren online unterwegs und habe mittlerweile auch ein – so denke ich – gutes Medien-Verständnis und weiß, was man machen kann und auf keinen Fall sollte; dabei, auf dem Weg zu diesem Verständnis, bin ich in ziemlich viele Fallen getappt und habe sicherlich die ein oder andere grobe Dummheit begangen, aber damals wusste ich es nicht besser und es gab wohl auch nicht viele denen Bewusst war, was das Internet wirklich ist, wie es funktioniert und wie es »vergisst« (bzw. auch nicht); damals waren aber – soweit ich das beurteilen kann – auch die Leute, Software und Marktmodelle die Profit aus persönlichen Daten gewinnen, allenfalls in den Kinderschuhen.
Heute ist vielen bewusst, was im Internet passiert und wie man mit privaten Daten umgehen muss; das gehört zur heutigen Medien-Kompetenz. Und diese Kompetenz müssen wir – die sie haben – nun an die Menschen weitergeben, die gerade erst damit beginnen, sich (täglich) im Internet zu bewegen, damit sie einschätzen können, wo ihre Daten in gute und wo in schlechte Hände legen und wie viel sie von sich preisgeben sollten.

@tux: Nevermind. ;)


Man hat es ja in der Hand was man den Netzwerken zu Verfügung stellt und das ist in meinem Fall nur irrelevantes oder bewusst falsches, wie Janin es auch tut. Wenn dies noch mehr Leute tun würden wären die gesammelten Daten mehr oder weniger wertlos. Und wer mich kennt dem brauch ich nix über meine Hobbies, meine Beziehungen, Ansichten usw. zu erzählen die wissen das oder können mich fragen und alle anderen geht’s einfach nix an.


die falschdaten sind auf der einen seite ein weg, auf der anderen seite handeln sie aber auch genau dem entgegen, was ein social network ausmacht, bz. neue freunde anhand der hobbys und interessen etc zu finden, oder wenn man leute kennenlernt schneller gemeinsamkeiten finden zu können etc.

ein sehr wichtiger punkt ist bei der ganzen datensicherheitsdebatte ja durchaus der profit und nich das „nicht“vergessen des netzes.

gestern abend haben ich zufällig bei dasding einen talk mit angehört, wo der moderator eine interessante stellung eingenommen hat (die ich durchaus auch so sehe):
wenn irgendjemand aus meinen aktivitäten im netz drauf schließt dass ich mich für zb. Blumen interessiere und dieser jemand diese daten an werbefritzeln verkauft, damit geld macht und die werbefritzeln mir statt penisvergrößerungs-spam blumen-spam schickt, was juckt es mich. es tut mir ja nich weh. im gegenteil, es könnte mich ja sogar tatsächlich interessieren und ich könnte durch seriöse personalisierte werbung sogar auf angebote aufmerksam gemacht werden, die mich interessieren und auf die ich sonst nie gekommen wäre.


Facebook funktioniert nur so gut, weil so wenige auf Privatsphäre achten. Ich bin ja doch zum Teil 5 Jahre jünger als die meisten, die hier schreiben. Ich hab die Erfahrung gemacht, dass es viele nicht interessiert. Für sie zählt der Nutzen, den Facebook auf jedenfall erfüllt. Da wird die Privatsphäre gerne auch mal fallen gelassen bzw. nicht wahrgenommen.

Ich schätze mal, dass es klar ist, wie es mit Facebook weiter geht. Die Privatsphäre wird weiter zerstückelt. Sieht man ja ganz klar daran, was Mr. Zuckerberg über Privatsphäre sagt. So lange die Nutzer sich nicht aktiv gegen die Entfernung der Privatsphäre auflehnen, und damit mein ich wirklich Massenlöschung von Profilen (da ich glaube, dass demonstrieren ohne streiken nichts bringt), sieht der Inhaber von Facebook keine Gefahr.

So lange Facebook nicht durch Mitgliederbeiträgen finanziert wird, ist die einzige Möglichkeit eben die Werbung, wenn man Geld verdienen will. Es lohnen sich natürlich vor allem personalisierte Werbung, weil die mehr Kohle bringt. Und weil jeder immer so viel Geld wie möglich haben will (und Mark Zuckerbergs Vermögen von etwa 4 Mrd. Dollar nicht genug ist), wird natürlich alles getan um den Umsatz zu steigern.

Ich persönlich hab Facebook jedoch nicht nur wegen der eingeschränkten Privatsphäre verlassen. Für mich war es zwar immer ein Dorn im Auge, aber ich hab einfach alles so stark wie möglich personalisiert. Für mich war vor allem die Übersicht und das Nutzerverhalten der anderen das Problem. 75% der Einträge bei den Neuigkeiten war sozusagen Spam (Gruppenmitgliedschaften, „Fan werden“, unsinnige Notizen, etc.). Ich habe keine Möglichkeit gefunden, das meiste rauszufiltern, ohne an irgendeinem anderen Ende Einschränkungen zu haben und Lust, selber nur die wichtigen Einträge zu suchen, hatte ich auch nicht. Deshalb war ich jeden Tag 2 Minuten im Facebook und für diese zwei Minuten so viel Privatsphäre opfern wollte ich nicht.


Ich glaube Herrn Zuckerberg nicht, denn der macht bestimmt auch die Klotür zu. Wenn das mit der Privatsphäre nicht so wichtig ist, kann er sie ja gerne und vor allem überall auflassen.

Ich hatte schlagartig Google-Mail verlassen, als die mit Buzz kamen. Werbung aufgrund der Mails geht ja noch, aber dass am Ende alle Mailkontakte voneinander wissen? Nö.

Ich fand schon Xing zu eindringlich, als es anzeigte, über welche Leute man miteinader verbunden ist. Das ist zwar ganz witzig, aber das klappte auch über Kontaklisten, die geheim waren.

Noch kürzer war ich bei Stayfriends (damals gab es sowas wie Xing und Facebook gar nicht) nachdem mein Stayfriends-Eintrag auf Platz eins beim Googlen nach meinem Namen erschien. Es muss nicht jeder ohne weiteres sofort wissen, auf welchen Schulen ich war.


Was ist Privatsphäre?

Ist mein Name Privatsphäre?
Ist meine Adresse Privatsphäre?

Was die Menschen, die sich darüber aufregen sich nicht im Klaren sind: Sie sind selbst dafür verantwortlich welchen Content sie in Facebook posten, welche Bilder sie hochladen usw.
Ich glaub kaum, dass sich ein Angestellter von Facebook hinsetzt und in meinen Profil postet: Ich bin blond und blöd.

Für mich persönlich ist ein Name und eine Adresse auch keine Privatsphäre. Wer mir etwas antuen will, wird eh schon wissen woher er seine Infos bekommt und wie er mich bedrohen, stalken oder sonst was kann.

Hinderlich ist ja nur dass was man selbst postet. Für Bewerbungen und so.


stayfriends ist für michauch durchaus ein sehr negatives beispiel und ich meine da auch reingeraten zu sein, ohne mich angemeldet zu haben sondern ehr nur weil meine adresse eingeladen wurde… na ja hat nich lange gedauert bis ich mich da auch abgemeldet hab.

ving ist in meinen auen ein spezialfall an social-network, da es ja speziell auf buissenes kontakte ausgelegt sein sollte, aber ich kenn mich da nich wirklich aus, hab zwar n account aber nutz ihn nich/noch nich…

die klotür halte ich für einen relativ unpassenden vergleich, da man ja keine bilder von sich auf dem klo bei fb posten muss. somit hat man seine privatsphäre an der stelle ja selbst in der hand.
sonst kann ich helmut nur zustimmen, in der frage is die adresse und der name privatsphäre? speziell wenn ich in einem social network mich anmelde? und selbst das geburtsdatum was online viele ausblenden oder zumidnest die jahresjahl ausblenden, fahren die meisten dieser leute dann auf ihrem autonummernschild wieder öffentlich für jeden sichtbar durch die gegend?
sollta man wenn man fb forschriften macht, wie die privatsphärenrechte auszusehen haben nich auch der kfz zulassungsstelle abverlangen darauf hinzuweißen, dass das nummerschild jeder sehen kann und das es gefährlich ist das geburtsdatum als nummer zu nehmen? ;)


ach ja und noch am rande zum themabewerbungen usw…
man kann auch durchaus an jobangebote kommen wenn man sich in social networks über irgend ein programm/software aufregt
und das kann ich aus erster hand sagen ;)


Privatsphäre sollte man heute zutage schon inner Schule lernen (müssen). xD

Ich hab mein altes Profil gelöscht, weil man im Facebook ganz schnell ein Freund vonnem Freund, dessen Tante, deren Katze Vorbesitzers Freund ist.
Jez ist mein Profil komplett unzugänglich für Nicht-Facebook-Menschen und Nicht-Freunde und Freundesfreunde.

Und ich finde, schreibt man im Facebook keine Interessen, erfährt auch keiner deine Interessen.

Wobei man Facebook, abgesehn vom schreiben mit Freunden die man selten sieht, nur benützt um zu lesen was Freunde und Freundesfreunde tun.
Könnte man sich auch mit seinen Freunden treffen. Wobei dassn anderes Thema is xD


tux: da is es mir eigentlich lieber, wenn ich weiß, es gibt keine privatsphäre, dann muss ich halt nachdenken bevor ich was schreib.

Genau deshalb habe ich alles auf öffentlich gesetzt. So zwinge ich mich dazu, darüber nachzudenken, was ich öffentlich schreibe. Selbst wenn es nur für „Freunde“ zugänglich ist – das ist auch Öffentlichkeit, wenn auch nicht ganz so groß. Schließlich haben wohl nur die wenigsten ausschließlich ihren engsten Freundeskreis da drin.


Arne: Und diese Kompetenz müssen wir – die sie haben – nun an die Menschen weitergeben, die gerade erst damit beginnen, sich (täglich) im Internet zu bewegen, damit sie einschätzen können, wo ihre Daten in gute und wo in schlechte Hände legen und wie viel sie von sich preisgeben sollten.

/signed.

Uwe: Für sie zählt der Nutzen, den Facebook auf jedenfall erfüllt. Da wird die Privatsphäre gerne auch mal fallen gelassen bzw. nicht wahrgenommen.

Ganz genau.

Uwe: So lange die Nutzer sich nicht aktiv gegen die Entfernung der Privatsphäre auflehnen, und damit mein ich wirklich Massenlöschung von Profilen (da ich glaube, dass demonstrieren ohne streiken nichts bringt), sieht der Inhaber von Facebook keine Gefahr.

Die besten sind eh die, die den Gruppen „Facebook, verwendet meine Daten nicht weiter!!!“ beitreten und denken, damit was ändern zu können. -.-

Uwe: selber nur die wichtigen Einträge zu suchen

Wichtige Einträge bei Facebook? :liaf

Marc: Ich glaube Herrn Zuckerberg nicht, denn der macht bestimmt auch die Klotür zu. Wenn das mit der Privatsphäre nicht so wichtig ist, kann er sie ja gerne und vor allem überall auflassen.

Überspitzt gesagt, ja.

Marc: Noch kürzer war ich bei Stayfriends (damals gab es sowas wie Xing und Facebook gar nicht) nachdem mein Stayfriends-Eintrag auf Platz eins beim Googlen nach meinem Namen erschien. Es muss nicht jeder ohne weiteres sofort wissen, auf welchen Schulen ich war.

Ja, da ist irgendwie auch jeder angemeldet.
Und nein, so bald es darum geht, mit wem ich maile oder wen ich über wen kenne, würde ich das auch boykottieren.

Helmut: Was die Menschen, die sich darüber aufregen sich nicht im Klaren sind: Sie sind selbst dafür verantwortlich welchen Content sie in Facebook posten, welche Bilder sie hochladen usw.
Ich glaub kaum, dass sich ein Angestellter von Facebook hinsetzt und in meinen Profil postet: Ich bin blond und blöd.

Es gibt aber Leute, die auf Facebook eben mit Freunden kommunizieren wollen, und alles so einstellen, dass es kein anderer sieht. Ich denke, man überlegt sich da schon, was man postet, aber es muss ja nicht trotzdem jeder gleich sehen, für den es nicht bestimmt ist.
Gut, andererseits muss man sich da eben – natürlich – auch im Klaren sein, dass es mal sein kann, dass alles mal einsehbar wird, sei es wegen Umstellung der Privatsphären-Einstellungen oder aus sonstigen Gründen.
Und was ist Privatsphäre … Ich meine mit Privatsphäre jetzt nicht mal unbedingt Name oder Adresse. Wer meinen Blog verfolgt oder recherchiert, kann klar alles herausfinden.

tux: man kann auch durchaus an jobangebote kommen wenn man sich in social networks über irgend ein programm/software aufregt
und das kann ich aus erster hand sagen

Alles hat eine gute Seite.

Lisa: Ich hab mein altes Profil gelöscht, weil man im Facebook ganz schnell ein Freund vonnem Freund, dessen Tante, deren Katze Vorbesitzers Freund ist.

TRUE!!

Lisa: Wobei man Facebook, abgesehn vom schreiben mit Freunden die man selten sieht, nur benützt um zu lesen was Freunde und Freundesfreunde tun.

!!

Henning: Schließlich haben wohl nur die wenigsten ausschließlich ihren engsten Freundeskreis da drin.

Dann macht’s Sinn.


Zur Informationsbeschaffung habe ich mich jetzt doch bei Facebook angemeldet. Vieles kann ich ausschalten, ok, aber was mich ziemlich stört: Alles Freunde. Ich habe aber Freunde, Verwandte, Kollegen, Kontakte sowie mehr oder weniger gute Bekannte – und bei jeder der Gruppen lege ich auf einige darin mehr und auf andere weniger Wert.