bin das Wochenende mal wieder in der Heimat, dort, wo man das Essen noch voreinander versteckt. Mein Bruder hat mich direkt aus Cannstatt abgeholt, was ich natürlich super bequem fand bei diesem bescheidenen Wetter, wobei man sagen muss, dass ich das Fahren mit unserem über fünfzehn Jahre alten Polo weitaus weniger als bequem bezeichnen würde, als das Fahren mit der Regionalbahn.
Freiwillig abgeholt hat er mich natürlich nicht, aber da er meinen alten Rechner bekommt, und ich den nicht mal eben via Bus und Bahn durch die Gegend tragen kann und will, hat er sich erbarmt. Hab das dann eben mal schamlos ausgenutzt, um mich durch die halbe Weltgeschichte fahren zu lassen.

Mein Bruder geht im Januar übrigens für ein Jahr nach Kenia, um in einem Kinderheim zu arbeiten (oder so, man kennt das ja), deswegen lernt er jetzt auch Kiswahili. Im Klo hängt eine Vokabelliste direkt neben dem Klopapierhalter, und seitdem weiß ich auch, was Affenbrotbaum heißt1. Ansonsten haben er und meine Schwester sich „Zelda – Twilight Princess“ für GameCube gekauft, sind angeblich nach drei Wochenenden zu neunzig Prozent fertig, hängen jetzt aber seit zwei Stunden im Dungeon zum Endgegner fest. Link sieht in diesem Spiel übrigens mehr als gay aus. Damals, als wir „Ocarina of time“ spielten, war ich ja total in Shiek verknallt, der war eh viel cooler als Link. Zumindest so lange, bis ich herausfand, dass Shiek eigentlich eine Frau ist. Daraufhin beschloss ich, bisexuell zu werden.

Gegen später geht’s noch auf eine Party hier im „Heim“, meine Schwester und ich besorgten uns um fünf vor acht noch mal im Edeka unserer Vertrauens was Alkoholhaltiges, ohne nach dem Ausweis gefragt zu werden. Man kennt uns halt. Also, nicht so, ihr versteht.

Mein Bruder hat es inzwischen zu Ganondorf geschafft, und ich überlege mir jetzt, wie ich die Station mal wieder redesignen werde. Meine Kreativität läuft langsam wieder auf Hochtouren.

Ach ja: Unser Telefon ist übrigens dezent am Arsch.

Telefon

P.S.: Dieser Beitrag wurde in regelmäßigen Abständen verfasst.

Gedenktag des Tages: Welternährungstag.


  1. Mbuyu.

***

In der Heimat

16. Oktober 2010 um 20:25 Uhr

Bla... Bla... Bla..., Restmüll

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12 Kommentare

Ey, es geht nichts über Link!

Affenbrotbaum ist ein äußerst nützliches Wort. Hatte ich der 12. Klasse während meines Praktikums in Französisch beigebracht. Die wussten zwar nicht, was Affenbrotbäume überhaupt sind, fanden das französische Wort (baobab) aber irgendwie niedlich.


*HAHA* danke für die nachträglichen, absolut pünktlichen glückwünsche direkt von der party ;)

gruß :tux


Christin: Ey, es geht nichts über Link!

:bleh:

Christin: Die wussten zwar nicht, was Affenbrotbäume überhaupt sind, fanden das französische Wort (baobab) aber irgendwie niedlich.  

Das sind die besten. :liaf

tux: *HAHA* danke für die nachträglichen, absolut pünktlichen glückwünsche direkt von der party

Bitte. :mrgreen:


Woran soll man denn sehen, dass das Telefon am Arsch ist? :nixwiss


… das hab ich mich auch gefragt – wobei es wie eine Taschenlampe mit Stecker aussieht :D


Henning: Woran soll man denn sehen, dass das Telefon am Arsch ist?   

Das Gelbe ist Klebeband.

Tobi: … das hab ich mich auch gefragt – wobei es wie eine Taschenlampe mit Stecker aussieht   

:kls


Henning: Woran soll man denn sehen, dass das Telefon am Arsch ist?

Jenny: Das Gelbe ist Klebeband.

:liaf


Jetzt sei nicht so schwer von Begriff. Man klebt nicht einfach so Klebeband ans Telefon. -.-


Ich hab’s doch (jetzt) verstanden. Hab mich nur ironisch gefreut. Dafür ist der :liaf doch da, oder? :-)




Und alle so Yeaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaah.