dinge, die ich immer mal machen wollte, aber eigentlich total unnütz sind: sich die Haare vom Friseur färben lassen.

Und zwar Rot. Also, so richtig. Die Friseurin schlug mir ein dunkles Rot vor, ich tippte auf der Farbpalette (ich bin photoshop-geschädigt) auf ein Kupferrot. Die Friseurin wieder auf das dunkle Rot. Mhm, irgendwie blieb es nun auf beim dunklen Rot, was auch eine ganz gute Entscheidung war, weil das Haar jetzt gleichmäßig dunkel gefärbt ist.

Haare selbst färben ist eigentlich keine Kunst. Und ich meine nicht dieses: „Ach, ich kann alles eigentlich eh viel besser als jeder andere Dienstleister, weil ich die Instrumente dazu habe.“ Es geht echt einfach. Inzwischen sind die ganzen Anwendungen so konzipiert, dass es einfach zu mischen ist und auch überhaupt nicht tropft. Gut, man braucht bestimmtes Wissen, beispielsweise, dass man schwarzes Haar nicht blondiert oder blondes Haar nicht schwarz färbt. Diese Fehler macht man aber auch nur einmal, weil man danach aussieht wie ’n Alien.

Aber auch mal da zu sitzen, und festzustellen, dass es total affig aussieht, wenn man nur den Ansatz gefärbt hat, weil der Rest der Haarpracht absteht – wirklich, fantastisch. Gepaart mir der roten, noch kranken Nase – Hammer. Jeder, der an mir vorbeiging, hatte einen innerlichen Lachanfall, ich schwör’s Euch. Und auch die Zeitschriftenauswahl – Gala, Für Sie, OK! – ich wusste gar nicht, wo ich bei der intellektuellen Masse an Artikeln anfangen sollte und wo aufhören.

Nun ja, jetzt hab ich’s auch mal getestet, und weiß, dass ich das genauso gut selbst machen kann. Ich Genie. Abgesehen von Blond, Blond färbt man sich niemals selbst. Aber auch das lernt man irgendwann, wenn man sich selbst die Haare färbt und danach aussieht wie ’n Alien.

Überrascht hat mich eigentlich nur der Preis. Irgendwie dachte ich, bei färben und schneiden geht das preislich über den Hunni hinaus – waren aber nur knapp fünfundsechzig. Ok, weniger als gedacht, aber mehr, als hätte sein müssen.

Aber passt, hab schließlich erst Gehalt bekommen.

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4 Kommentare

Selber blondieren, hihi… Mein Haaransatz war wasserstoffblond, die Längen, in denen noch alte Färbungen ware, orange. Haha…

Wie froh ich doch momentan mit meiner Naturhaarfarbe bin.


Und wo finde ich hier ein Foto vom Resultat???


Als die Daiiy-Talkshows noch nicht so trashig waren (wo ist eigentlich mein „Opa-erzählt-vom-Krieg-Smilie?), waren mal „Friseurkatastrophen“ Thema.

Da wurde berichtet, dass Leute, die sich selbst die Haare coloriert hatten, mit ihrem Misserfolg zum Friseur gingen, um die Fehlfärbung zu korrigieren. Dann sich aber nicht trauten zu sagen, dass sie – um zu sparen – eine Farmbe aus dem Supermarkt genommen haben (ansonsten Stammlunde und so). Also sagten sie was von einem anderen Friseur. Der Haus- und Hof-Figaro machte sich also dran und dann fielen die Haare ab, weil die Chemikalien sich nicht vertrugen. (Vielleicht auch Urban legend, klang aber interessant.)


Christin: Mein Haaransatz war wasserstoffblond, die Längen, in denen noch alte Färbungen ware, orange. Haha…

Das klingt durchaus fantastisch. :clown:

Christin: Wie froh ich doch momentan mit meiner Naturhaarfarbe bin.  

Ja, das ist auch echt immer so ein Ding. Ich hatte mal so eine Viel-Färbe-Phase, als ich so 13, 14 war, und alles Mögliche drin. Wenn das dann mal raus ist, ist man heilfroh.

Katja: Und wo finde ich hier ein Foto vom Resultat???  

Es gibt eines, tatsächlich. Aber ich hab einen grauen Fila-Pulli an. Absolutes Ausschlusskriterium.

Marc: Also sagten sie was von einem anderen Friseur. Der Haus- und Hof-Figaro machte sich also dran und dann fielen die Haare ab, weil die Chemikalien sich nicht vertrugen.

Sagte mir damals immer ein Verwandter, der auch Friseur war („Färb Dir nicht so oft die Haare, sonst fallen sie Dir aus!“), hatte aber das Gefühl, er hat mich in dieser Hinsicht beschissen. :)