ich fahre schon immer Bahn. Das ist nun mal so, wenn man keinen Führerschein hat. Das ist auch nicht weiter schlimm, weil ich gerne Bahn fahre. Ich kotz im Winter nicht, wenn die Bahn später kommt, weil im Winter nicht alles glatt gehen kann wie mein Gang mit Chucks über die nicht gestreute Straße. Mich nerven die Preise auch nicht, weil die noch humaner sind, als sich den Tank im Auto regelmäßig vollzuhauen. Viel schlimmer sind die ganzen Leute, die mitfahren.

Wenn ich nach Hause fahre, steige ich am Hauptbahnhof in die Regionalbahn um. Die Bahn kommt meistens vom Bodensee hoch, und ist vollgestopft mit Leuten, vor allem am Wochenende. Die wollen da auch aussteigen, aber die Leute, die einsteigen wollen, blicken das einfach nicht.
Also stehen alle, die rein wollen, vor den Türen, dass die, die raus müssen, nicht raus kommen, weil der Rest meint, er kriegt keinen Platz mehr. Somit dauert das Einsteigen ungefähr fünfzigtausend Mal länger als sonst. Viel schlimmer ist dann der Rückweg, wenn ich aussteige, und mir alle schon entgegen kommen, obwohl ich nicht mal draußen bin. Da werden die Ellbogen aber ausgefahren, das sag ich Euch. Ich versteh’s einfach nicht. Penner.

Drinnen geht’s schon weiter. Man sucht einen Sitzplatz, findet aber keinen, weil man keine Lust hat, jeden darauf aufmerksam zu machen, dass man Gepäck auch über den Sitz packen kann, weil es dafür extra vorgefertigte Gepäckablagen gibt. Das Highlight war heute in der Stadtbahn, als ich tatsächlich an einem Pärchen vorbei ging, das vier Plätze besetzte; zwei für sich, zwei für ihre Aktentaschen. In der Regionalbahn sind das weniger die Aktentasche, sondern die Schuhe. Penner.

Hat man dann mal einen Platz gefunden, kann man froh sein, wenn dieser nicht total vermüllt ist, weil manche Idioten meinen, sie könnten ihren Scheiß überall liegen lassen. Ich wäre auch froh, wenn ich nicht mitkriegen würde, wie manche neben mir ihren Döner essen oder ihren Billig-Wodka mit Big Pump mischen, ihn sich hinter die Binde kippen und dabei lautstark Sido via Handy hören. Diesen Leuten würde ich gerne regelmäßig eine reinhauen, weil sie keinen Plan davon haben, wie man sich unter Leuten verhält. Und wenn sie dann noch dasitzen und über die Bahn schimpfen – echt, geht gar nicht. Schaut Euch mal selbst an, ihr seid das beschissene Übel.

Penner.

***

Dinge, die mir richtig auf den Sack gehen: in der Bahn.

20. Januar 2011 um 19:54 Uhr

Ärgernis

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15 Kommentare

Das mit dem Gepäck ist wirklich eine Plage. Gut, bei großem Reisegepäck ist es in Regionalzügen immer so eine Sache. Dafür reicht der Platz über den Sitzen eben nicht aus und die Abstellmöglichkeiten hinter den Sitzen sind ja auch eher begrenzt. Aber wenn dann Jacken und Rucksäcke die Sitzplätze verstopfen… Nicht so schön.

Mich nervt auch tierisch der Egoismus der meisten Fahrgäste.
Beispiel Straßenbahn: Im Winter sind die echt übermäßig voll bei uns und weil man mit den Schuhen ja immer etwas Schnee reinträgt, ist der Boden in Türnähe auch einigermaßen rutschig. Für kleine Kinder ist es da wirklich schwer sicher zu stehen und meistens bekommen sie auch noch Angst, wenn so viele Erwachsene sehr dicht um sie herum stehen. Normalerweise biete ich dann meinen Sitzplatz an, viele andere bleiben lieber sitzen und gucken genervt oder beschweren sich über den Lärm, wenn das Kind – total verständlich – zu quengeln oder weinen anfängt.
Beispiel Zug: Am Hauptbahnhof in Leipzig steigen auch viele Leute in den Zug Richtung Cottbus ein, die verhältnismäßig leichtes Gepäck (zum Beispiel einen kleinen Rucksack) und eine verhältnismäßig kurze Strecke haben (weniger als eine halbe Stunde Fahrtzeit). Die machen grundsätzlich keinen Platz. Noch nicht mal, damit Menschen mit schwerem Gepäck dieses wenigstens abstellen können. Der Rucksack braucht ja seinen eigenen Sitzplatz. Natürlich.


Und wenn dann noch 15-jährige Mütter mit ihrem Kleinkind in der Bahn sitzen und die komplette Strecke am Handy hängen und mit dem Vater des Kindes laute Diskussionen führen, bei denen 95% aus Schimpfwörtern bestehen, die das Kind sicherlich schnell lernt und das Kind aus Verzweiflung halb auf einen drauf steigt und einem ein Spielzeug nach dem anderen in die Hand drückt (morgens, wenn man seine Ruhe möchte!!! -.- ) und die Mutter dann noch dumm lächelt als ob man freiwillig das Kind beschäftigt und es ihr nicht mal peinlich ist, dann sollte sie nachher in den Spiegel schauen, ob ihre zwei-Stunden-föhn-Frisur und ihre 10kg Schminke noch genau an der gleichen Stelle sitzt wie davor… :aww:


Solche Kinder können einem echt leid tun!!!


@Döner: Natürlich ist es unangenehm, wenn in unmittelbarer Umgebung Döner gegessen wird (wobei anderes warmes Essen/Fastfood meist geruchsmäßig nicht sooo sehr viel zurückhaltender ist).

Aber da hab ich schon ein gewisses Verständnis für, dass man auf dem Nachhauseweg von der Arbeit sich was zu essen besorgt, und dann, wenn der Zug kommt, auch einsteigt und dort weiter isst. Denn so rücksichtsvoll bin ich ehrlich gesagt auch nicht, dass ich dann am Bahnsteig stehen bleibe und den nächsten Zug nehme, um die anderen Fahrgäste weniger zu belästigen. Mach ich nicht einmal abends bei der U-Bahn, wo in 10 Minuten schon die nächste kommt (wobei es normalerweise auch schon recht spät ist, wenn ich Döer zum Abendessen esse), würde ich bei einem Regionalzug, der erst in einer Stunde wieder fährt, erst recht nicht machen.

Mein Gewissen beruhige ich dann immer damit, dass es Leute gibt, die ohne Döner schlimmer riechen als ich mit :wink:


Jaja, wenn einer eine Bahnfahrt macht… Also ich kenne da nueschts! Wenn die Leute im Wege stehen, wenn ich aussteigen will, dann wird gerempelt. Aber ordentlich! Vor allem wenn dann noch Idioten davor stehen und eine Mutter mit Kinderwagen raus will. Da kann ich auch mal richtig laut werden.

Im Zug ist es mir immer wieder ein Spass den Platz einzufordern, den jemand anderes meint im vollen Zug mit seinen Klamotten vereinnahmen zu muessen. Die Fresse, die die dann ziehen ist es allemal wert.


Im Bus hat auf der Hinfahrt (!! 9 Uhr abends ca.) ein 16-Jähriger direkt hinter mir vor lauter Schnaps gekotzt. DAS stinkt wundervoll. Dagegen ist alles Andere nichts. ;)


Ohja, genauso oder so ähnlich denk ich mir das auch immer beim Bahnfahren. Bei solchen Durchschnittsfahrgästen wundert mich auch das pissige Benehmen mancher Angesteller nicht mehr, auch wenns schade ist, dass wir tollen netten Leute das dann abkriegen :liaf


Jaja, der öffentliche Nahverkehr. Ich könnte seitenweise darüber Fluchen und Jammern. Und das tu ich auch – verbal zumindest. Denn es ist einfach unglaublich, was man sich als normaler und gesitteter Mensch heute alles in der Öffentlichkeit antun muss. Und dabei hat man garnichts verbrochen… Ich sag nur eins: Was die Kids heute alles für Ausdrücke schon drauf haben… Schreit diese Woche ein kleiner Pimpf zum anderen „Ey, halt’s Maul du DILDO!“ … Sonst alles klar, oder? 5t-Klässler sind schon der Hammer. Ich erinnere mich an die Zeit, in der ich noch ehrfürchtig vor den 10t-Klässlern salutiert habe (bildlich)… Heute werd ich mit meinen 21 Jahren nur angef*ckt von denen. Unglaublich ist das. Und wie die alle immer mit ihren Handys rumfuchteln. Da haben die kleenen Mädels und Jungs schon ihr dickes iPhone in der Hand und ich wurschtel mit meinem kaputten Sony Ericsson da rum. Ich mag mein Handy wie es ist… Und wenigstens kann ich meine Prepaid Karte selber zahlen. Aber ich glaube einfach, dass dieses Verhalten der Kids daher rührt, dass sie es von ihren älteren Geschwistern so kennen. Die halten sich nämlich auch alle für besonders cool, wenn sie mit ihrer „Ghetto“-Musik durch die Straßen laufen und jeder mithören muss, nur weil die sich anscheinend keine Kopfhörer zum dicken iPod leisten können.
Ach ich hör besser auf… Es trifft immer die falschen.


Und die Leute kapieren nichts. Wenn man in der Straßebahntür stehen bleibt, weil die Menge vor der Tür steht und einen nicht raus lässt, gucken sie einen blöde an.Und da sind alle drunter Alte wie Junge. Naja, von wem hat es sich die „Jugend von heute“ wohl abgeschaut? :nixwiss

Nebenbei sind diese Typen dann auch im Supermarkt unterwegs und parken ihren Einkaufswagen im Gang genau dort wo es am engsten ist oder schon ein Wagen steht. Oder stehen in der Stadt vor den Türen der Läden. Weil sie hoffen, dass ihnen einer aufmacht oder weil sie sich zu gut sind, die Tür aufzudrücken. (Ich hab‘ da ja plötzlich Zeit, wenn ich merke, dass da einer wartet, das ich ihm die Tür aufdrücke. :mrgreen:

Ansonsten aber: Herr, wirf Hirn vom Himmel.
:liaf


Deswegen zahl ich lieber Sprit


Wow. Ich meine, ja, bei uns gibts das auch. Aber nicht so in Massen. Da merkt mans, Bonn ist ne Kulturstadt XD


Christin: Normalerweise biete ich dann meinen Sitzplatz an, viele andere bleiben lieber sitzen und gucken genervt oder beschweren sich über den Lärm, wenn das Kind – total verständlich – zu quengeln oder weinen anfängt.

Thema Sitzplatz ist auch so ein Problem, nicht nur in dieser Situation, sondern wenn ältere Leute in die Bahn einsteigen, alles voll ist, aber keiner sich bequemt, aufzustehen. Nicht mal, weil sie zu faul dafür sind, sondern gar nicht auf diese Situation sensibilisiert. Das heißt: sie sehen gar nicht, dass da jemand steht, der sitzen müsste, weil’s die alten Knochen nicht mehr ganz so gut tun.

Saskia: Solche Kinder können einem echt leid tun!!!  

Da brauchen wir gar nicht erst anfangen …

Marco: Aber da hab ich schon ein gewisses Verständnis für, dass man auf dem Nachhauseweg von der Arbeit sich was zu essen besorgt, und dann, wenn der Zug kommt, auch einsteigt und dort weiter isst. Denn so rücksichtsvoll bin ich ehrlich gesagt auch nicht, dass ich dann am Bahnsteig stehen bleibe und den nächsten Zug nehme, um die anderen Fahrgäste weniger zu belästigen.

Einstellungssache. Wenn ich mir etwas zu essen besorge, mache ich das vor zu Hause erst gar nicht auf, weil es mir zu ungemütlich ist, irgendwo mal „eben“ was zu essen – da bin ich zu sehr Genussmensch. Ansonsten würde ich den Fakt eben, dass ich wahrscheinlich in eine Bahn steige, bevor ich fertig bin, bedenken, und käme gar nicht in so eine Situation. Eben auch aus Rücksicht.

Daniel Weigelt: Wenn die Leute im Wege stehen, wenn ich aussteigen will, dann wird gerempelt. Aber ordentlich! Vor allem wenn dann noch Idioten davor stehen und eine Mutter mit Kinderwagen raus will. Da kann ich auch mal richtig laut werden.

Aber hallo.

die Smileykiste: Im Bus hat auf der Hinfahrt (!! 9 Uhr abends ca.) ein 16-Jähriger direkt hinter mir vor lauter Schnaps gekotzt. DAS stinkt wundervoll. Dagegen ist alles Andere nichts.

Ja. Das Erlebnis hatte ich auch mal. :liaf

Julia: Bei solchen Durchschnittsfahrgästen wundert mich auch das pissige Benehmen mancher Angesteller nicht mehr, auch wenns schade ist, dass wir tollen netten Leute das dann abkriegen

Wie pampig manche Mitfahrer sind – nee, da wundert mich bei den Angestellten teilweise auch nichts mehr.

Nymaas: Die halten sich nämlich auch alle für besonders cool, wenn sie mit ihrer „Ghetto“-Musik durch die Straßen laufen und jeder mithören muss, nur weil die sich anscheinend keine Kopfhörer zum dicken iPod leisten können.

Diese Art kenne ich auch, ist aber hier jetzt nicht so übermäßig vertreten. Meistens etwas dafür können tun sie wohl nicht, was man im Elternhaus lernt, trägt man eben auch nach außen. Da muss irgendwann mal der Verstand einschalten, falls vorhanden.

Marc: Und die Leute kapieren nichts. Wenn man in der Straßebahntür stehen bleibt, weil die Menge vor der Tür steht und einen nicht raus lässt, gucken sie einen blöde an.

:liaf

Marc: Ansonsten aber: Herr, wirf Hirn vom Himmel.

:daumen

Helmut: Deswegen zahl ich lieber Sprit  

Du brauchst das auch, so aufm Land. :)

Anna: Da merkt mans, Bonn ist ne Kulturstadt XD 

lol.


Schoenes Thema. Das Lied kann ich getrost mitsingen.

Eine Strophe moechte ich jedoch neu dazufuehren.

Leute, die 1-2 Stationen fahren (in Berlin zw. 1 und 2Min Dauer), muessen natuerlich als erstes inne Bahn rinn, um dann eben an ihrem Zielort von ihrem hart erkaempften Sitzplatz durch die total ueberfuellte S-Bahn wieder auf den Bahnsteig zu kommen.

warum? nur fuer den kick, fuer den augenblick?

ignorante F.



Öffentlich Verkehrsmittel können schon nerven. Aber einen Sitzplatz einzufordern macht mir bei diesen egoistischen Menschen, die da irgendwas hinlegen auch Spaß. Ich suche mir da immer den aus, der am grießgrämigsten aus der Wäsche schaut. Mich mit den Kindern wegen Ihrer Schrottmusik rumzustreiten macht da schon weniger Spaß. Aber am schlimmsten sind manchmal Gespräche die man unfreiwillig mithören muss. Deswegen habe ich immer selbst Musik auf dem Ohr. Über Kopfhörer versteht sich und auch nicht so laut, dass andere sich davon gestört fühlen könnten.