Archiv der Kategorie Arbeit

es ist so toll, wieder einen geregelten Tagesablauf zu haben. Gestern kam mein Bescheid vom Arbeitsamt, heute kam der Restbetrag vom Arbeitslosengeld, damit ich nicht total am Hungertuch nagen und mich durch die Welt schnorren muss.

Ach, Arbeitsamt. Bin ich froh, nicht mehr dieses Gebäude betreten zu müssen. Penner.

Die neue Arbeitssituation ist auch toll, vor allem, wenn nach der langen (oh ja, sechs Wochen!) Zeit endlich mal wieder was zu tun hat, und damit meine ich permanent.
Hab jetzt unter anderem angefangen, mich ein bisschen mit SEO und SEM auseinanderzusetzen, weil das einer der Schwerpunkte der Agentur ist – abgesehen davon sollte ich unbedingt meinen Druckberater suchen, weil ich vermehrt Print-Produkte erstelle. Somit lerne ich, wie ich diverse Print-Produkte bastel, im Gegenzug zeige ich, dass man ein Screendesign für eine Webseite nicht mit InDesign bastelt, Halleluja was ich im digitalen Bereich so drauf habe.

Ganz fantastisch sind übrigens meine neuen Arbeitszeiten: von acht bis siebzehn Uhr anstatt von neun bis achtzehn Uhr (ja, scheiße ey, kaum zu glauben – aber diese Stunde macht echt was her). Mir war es ja immer schon lieber, eine Stunde früher aufzustehen und dafür schon um fünf rauszukommen, weil man wirklich noch was vom Tag hat, auch wenn der Weg morgens mit der Bahn nur halb so schön ist, wenn alle Schüler im Umkreis morgens neben mir sitzen und noch schnell Mathe-Hausaufgaben abschreiben. Ich hab damals auf dem Weg zur Schule immerhin noch Prioritäten gesetzt und in Ruhe gefrühstückt. (Ach, Mathe. Konnt ich auch so, ahaha.)

Gerade läuft alles so, wie es soll, bin also sehr zufrieden mit der Gesamtsituation. Liegt aber daran, dass sich nach und nach alles zum Guten wendet, so in allen Bereichen.

Morgen ist dann auch schon das lang ersehnte Helden-Konzert in Stuttgart, übermorgen begebe ich mich mal wieder nach Stuttgart rein, um ein paar Fotos von der Demo zu schießen und am Sonntag werde ich mich endlich mal wieder duschen oder so.

Gedenktag des Tages: Trafalgar Day.

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Ode an die Arbeit

21. Oktober 2010 um 19:47 Uhr

Arbeit

17

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während ich also hier sitze, meinen Inhalt von einer externen Platte auf meine neue externe kopiere, schreibe ich Euch, wie ich eine endlos lange Zeit arbeitslos war, nämlich offiziell ganze zwei Monate, gefühlte fünf Jahre. (Das meinte ich neulich übrigens mit total spektakulär. Ich bin nicht schwanger, ich war arbeitslos. Beides zusammen hätte aber klischeemäßig total gut gepasst.)

Angefangen hat also alles vor etwas zwei Monaten, oder wenn man es ganz genau nimmt, sogar noch ein bisschen früher. Um es mal vorweg zu nehmen: die Auftragslage war nicht sonderlich berauschend, und somit konnte man mich nicht halten. Das merkte ich natürlich auch irgendwann, als ich immer weniger zu tun hatte, deswegen kam das alles für mich gar nicht überraschend.
Ich war auch nicht traurig, eigentlich im Gegenteil. Klar, die Leute und das Bier um fünf – aber einfach mal woanders hingehen, dort arbeiten, sich beruflich ein bisschen verändern, das ist etwas, das ich dann auch realisieren konnte.

Ich schlappte dann also schnurstracks zum Arbeitsamt, meldete mich arbeitslos und bekam einen Arbeitslosengeld-Wisch mit, in dem ich alles mögliche ausfüllen dürfte (und seitdem weiß ich auch, was eine Steueridentifikationsnummer ist, die ich bis heute immer noch nicht zugeschickt bekommen hab (danke dafür!) – hab aber darauf hin herausgefunden, dass die auch auf der Lohnsteuerkarte steht). Und dann hatte ich auch mein erstes Beratungsgespräch beim Amt mit Herrn M.

Herr M. war vielleicht zwei, drei Jahre älter als ich, und als ich da so da saß, fühlte ich mich total gut aufgehoben, als er meinte: „Ja, also, dann schauen wir mal, ob das Arbeitslosengeld überhaupt reicht, so viel wird das bei Ihnen ja nicht sein. Müssen Sie halt Wohngeld beantragen, nicht.“ Und er behielt recht, es waren beschissene sechshundertzwanzig Euro, danke, danke. Glücklicherweise musste ich nebenher nicht anschaffen gehen, weil sich das mit der Arbeitslosigkeit ja relativ bald erledigt hatte. Aber WENN. Boah. Ey. Dann hätte ich aus Kostengründen den ganzen Tag das Streu meiner Ratten in mich hineingeschaufelt.

Und dann, als ich mich zwei Wochen wie im Urlaub gefühlt habe, und den ganzen Tag eigentlich nichts tat, raffte ich mich auf. Schließlich gibt es für die Bewerbung eine Frist zur Abgabe beim Amt. Und als Pixelschubser macht man nicht eben mal so seine Bewerbung mit Word, da bastelt man sein Online-Portfolio und dann eine schicke Bewerbung in InDesign. Hatte am Ende sogar alles Hand und Fuß, mit Konzept und so was.

Die Bewerbungen gingen dann raus, und nun ja, was passierte: nichts. Die meisten gaben einem nicht mal ein Feedback à la „Wir haben die Unterlagen erhalten“. Das war schon frustrierend, aber immerhin habe ich mir die Materialkosten gespart. Alles online.
Und dann, irgendwie einfach so, bekam ich eine Rückmeldung. Sei der letzte Bewerbungstag. Wie flexibel ich denn wäre. Am nächsten Tag war ich dort, zwei Tage später war ich dort Probe arbeiten und morgen unterschreibe ich endlich wieder einen Arbeitsvertrag (und das trotz Piercings und roter Haare, ich liebe diesen Beruf). Unbefristet und sogar noch etwas mehr Gehalt wie vorher, dafür aber mehr Verantwortung.

Das macht mich ziemlich happy, weil ich erstens endlich wieder mehr als fünf Mark in meinem Geldbeutel haben werde, und weil das Nichtstun mich echt total blöd im Kopf gemacht hat – ich hatte in der kurzen Zeit, in der ich nichts tat, auch voll das Zeitgefühl verloren.
Und Leute, zwei Monate ohne darüber zu bloggen, weil mir das komisch vorkam – das ist wie Verstopfung. Und jetzt kann ich ja. Yippieyayay. Also, gratuliert mir dazu, dass ich wieder anständiger legaler Arbeit nachgehen kann.

Gedenktag des Tages: Welttag der Standards (ISO).

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Zur Arbeitslosigkeit und zurück

14. Oktober 2010 um 21:01 Uhr

Arbeit

24

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Eurobike

gestern fuhren wir mit der Agentur zur Eurobike – wie der Name schon sagt, eine Fahrrad-Messe in Friedrichshafen am Bodensee. Einer unserer Kunden, ein Fahrrad-Hersteller, lud uns dazu ein, den Messestand mal zu begutachten. Also ging’s gegen halb zehn los gen Bodensee, um halb zwölf kamen wir am Messegelände an.

Eigentlich dachten wir auch, dass wir Eintrittskarten bekämen, irgendwie waren die aber auf eine mysteriöse Art und Weise verschwunden, verschenkt, man weiß es nicht. Das Ende vom Lied war, dass wir uns zu sechst in einem der Vans hinten wie kleine Zigeuner unter grauen Decken und zwischen Fahrrädern verstecken mussten, um eingeschleust zu werden.

Als wir erfolgreich die Messehalle betraten, begrüßten wir die Leute, und blieben am nächsten Bierstand hängen. Dort harrten wir aus – bis kurz vor Abfahrt. War aber auch sehr gemütlich – das Trinken war quasi eine Armlänge entfernt, es gab eine große Auswahl an Gerichten und in der Frauentoilette, ein Mal rein in die Halle und links, war nichts los. Frauen stehen glaub nicht so auf Fahrräder.

War ein schöner Tag, so, hab nun endlich auch mal ein Messegelände betreten, abgesehen von der „Schwäbischen Woche“. Na ja, Fahrräder sind jetzt, zugegebenermaßen, auch nicht so meine Leidenschaft. Meines steht jedenfalls seit dem Kauf – und fünf Mal fahren – im Keller mit ’nem Platten. Haben auch nicht so die Verbindung zueinander, nach dem ersten Mal fahren blieb es nämlich mitten im Stuttgarter Schlosspark stehen. Hatte keine Luftpumpe dabei. Wer vermutet aber auch, dass ein Fahrrad während der ersten Fahrt einen Platten bekommt. Arsch-Fahrrad.

Und weil es prinzipiell nicht um Fahrräder ging, gibt es auch ein fast kontextloses Bild zum Beitrag.

Ich geh jetzt nach drei Wochen mal wieder spülen und starte mein iTunes, das seit dem letzten Update ein sehr hässliches Logo hat. Apple kopiert seit neuestem nämlich den Windows-Style.

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Auf zur Messe, oder so.

4. September 2010 um 14:24 Uhr

Arbeit, Bla... Bla... Bla..., Retrospektive

7

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Verbrochen von einem richtigen Hunde-Frisör. Vorher:
Louis vorher
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Der neue Look unseres Agentur-Hundes:

18. Juni 2010 um 09:37 Uhr

Arbeit, Bizarres/Komisches, Tierisch

11

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Louis

das ist Louis. Louis ist ein Yorkshire-Terrier-Welpe, den keiner wollte, und deshalb letztendlich bei Kollegin F. gelandet ist. Und da er ja schlecht die ganze Zeit alleine zu Hause bleiben kann, ist er jetzt quasi unser Agentur-Hund.1 Jeden morgen kommt er mit Kollegin F. durch die Tür, und rennt von Zimmer zu Zimmer, um jeden zu begrüßen und alle freuen sich wie Bolle. Man muss nur aufpassen, dass man nicht drauf tritt.

Na ja, wie das mit kleinen Hunden so ist, hat er das Herz jedes Mitarbeiters schon im Sturm erobert, tollt herum, hüpft wie ein Schaf, frisst gerne mal unsere Palme und badet ab und an mal im dazugehörenden Untertopf. Nur ab und an bringt er Chef F. zur Weißglut. Nämlich dann, wenn er ihm direkt vors Büro pinkelt. Ich in der Grafik hab natürlich das ganz große Los gezogen, hier setzt er nämlich mit Vorliebe seine Haufen.

Er ist einfach nicht stubenrein. Oder, nee sagen wir’s anders: Er ist stubenrein, nur andersrum. Also, er pinkelt drin und draußen hat er keinen Bock. Kollegin F. zweifelt schon etwas an sich, weil das mit dem Gassigehen einfach nicht klappen will. Deswegen war ich auch stolz, als ich es gestern das erste Mal hinbekommen habe: Zig Menschen liefen an uns vorbei, als ich Louis ausgiebig lobte, dass er es endlich mal geschafft hat, mitten auf den Gehweg zu kacken. Das war etwas skurril, zudem ich auch nichts dabei hatte, um den Dreck da wegzumachen.

Das war quasi mein Hoch des Freitages. (Bisschen komisch, sich über Fäkalien zu freuen.)

Anfangs hab mir ja auch so überlegt: ein kleiner Hund, voll niedlich.2 Inzwischen weiß ich aber, dass mir das viel zu viel Arbeit wäre. Und planungsbedürftig, das alles. Ist ja wie Kinder kriegen.

Außerdem hab ich Teppichboden.


  1. „Wo hast Du Louis denn heute gelassen, Kollegin F.?“ – „Heute mal daheim.“ – „Aber hier ist doch sein Zuhause!“
  2. Das war vor zehn Jahren. Und der Hund ist nicht mehr klein. Er ist mutiert!

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Louis

10. April 2010 um 17:09 Uhr

Arbeit, Tierisch

8

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