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okay, jetzt kommen langsam harte Zeiten auf uns zu – damals, als ich die Sidebar nicht in die sidebar.php gepackt habe, sondern in die header.php. Und fixe Pfade. Ihr versteht. Hier also Version #18, im Sinne der Retro-Wochen. Entstanden irgendwann mal während meiner Abi-Zeit, Frühjahr 2007.

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Pretty in pink

23. Mai 2010 um 15:51 Uhr

Retrospektive, Station57

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vor knapp sechs Jahren habe ich das Bloggen begonnen. Damals noch überhaupt nicht gängig, schrieben also viele Menschen täglich in ihr digitales Tagebuch, erzählten von sich, ihren Freunden, den Problemen und überhaupt alles, was einem so einfiel. Ganz trivial. Auch ich tat das. Ein kleines Blogger-Netzwerk entstand.

Wenige Zeit später kam der Boom. Eine Welle an neuer Blogs überkam mich, und das war gut. Es war interessant. Mit dem Boom kam aber nach und nach der Bruch.
Während man früher noch alles lang und breit präsentiert hat, reduziert man heute oft aufs Minimum. Der private Blogger, der im Mittelpunkt steht, zieht sich zurück und beschäftigt sich mit allem, nur nicht mit dem, was ihn ausmacht: sich selbst. Immer mehr stellt man sich die Frage: Wie viel gibt man preis? Wer liest das überhaupt? Will ich, dass das alles hier noch in zwanzig Jahren steht? Immerhin liest jetzt nicht nur mehr das kleine Blogger-Netzwerk mit. Sondern so ziemlich alle, die es darauf anlegen, einen zu finden.

Die „Mittelwege“ zeichnen sich langsam ab: Es werden fleißig „Blog-Magazine“ gebastelt, die alles an Themen abdeckt. Oder man spezialisiert sich auf ein bestimmtes Thema, das teilweise oberflächlicher nicht sein kann, aber sehr im Trend liegt (derzeit beispielsweise Mode-Blogs). Oder man kopiert die Leute, die mehr oder minder erfolgreich durchs Web ziehen. Das mag vielleicht die Masse anziehen. Langweilt mich aber.1 Nur wer sich wirklich traut, offen schreibt, seine Meinung kund tut – oder anders: stark polarisiert – bleibt interessant in der Masse der vielen Blogs.

Während ich anfangs nur für mich schrieb, überlegte ich mit den Jahren mehr und mehr, was wen angeht, und was wen nicht. Inzwischen schreibe ich zum größten Teil nur für andere (das heißt, eher oberflächliche oder sachliche Themen), was schade ist, weil es so viel mehr gibt, das ich loswerden möchte. Geschichten, die das Leben schreibt, Erlebnisse, die einen verändern. Eigentlich Dinge, die jeden betreffen und vieles, das jeder schon einmal durchlebt hat. Oder auch nicht.
Einerseits möchte man mit seinem Beitrag alles in die Welt schrei(b)en, andererseits ist es einem auch zu intim, wenn Menschen, die wir kennen, über uns Bescheid wissen. Eine Gratwanderung.

Überhaupt ist mein, ich sag mal „Privat-sein-Bedürfnis“, mit den Jahren sehr gestiegen, nicht nur, was mein Blog angeht. Ich hab mich beispielsweise nie für sehr lange in einer Social Community angemeldet, einfach, weil das damals mit der Privatsphäre nicht selbstverständlich war. Und ich möchte natürlich nicht, dass gewisse Dinge von mir von jedem eingesehen werden dürfen. Aber mit dem Sicherheitsbedürfnis der User stiegen auch die Privatsphären-Einstellungsmöglichkeiten. Selbst zu entscheiden, welche Daten von wem eingesehen werden dürfen. Somit meldete ich mich letztes Jahr bei Facebook an.
Aber auch der Vorfall heute zeigte, dass das alles nicht so hundertprozentig sicher ist, wie man das oftmals annimmt. Klar. Ich meine, so oft wie schon aus Versehen Daten irgendwo im Netz gelandet sind – man muss da schon sehr blauäugig sein.

Ich trenne inzwischen sehr hart. Neulich habe ich über vierzig Leute aus meiner Facebook-“Freundesliste“ gekickt, einfach, weil ich mit ihnen sonst nichts zu tun habe, ich sie nicht persönlich kenne oder sie mich schlichtweg einfach nicht interessieren (man wird dort auch von jedem geaddet, das sammelt sich an). Es ist für mich Schwachsinn, Privatsphären-Gruppen zu bilden, damit diverse Leute überhaupt nichts an der Pinnwand finden. What the fuck. Wofür dann der Kontakt. Für alles andere gibt es stinknormale Nachrichten.
Twitter ist quasi für alles andere, eher auf Internet ausgelegt als auf den Freundeskreis (so social-web-mäßig sind die auch nicht drauf). Ist auf privat gestellt – jeder, der mitlesen möchte, darf anfragen, ich entscheide, wer mitliest. So einfach ist das.

Ich bin gespannt, wo das alles hinführt, da sich Kontakte und Kommunikation wohl überwiegend schwerpunktmäßig aufs Internet legen werden. Dem kann man sich ja kaum noch entziehen. Mal sehen, was ich dann in den nächsten fünf, sechs Jahren schreibe. Oder ob.

Und überhaupt nicht passend, der Gedenktag des Tages: Tag des herzkranken Kindes.


  1. Wenige Ausnahmen bestätigen die Regel.

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Wieder. Nur ein bisschen anders.

ich habe mich wieder bei Twitter angemeldet, um ein bisschen die Funktionen der Web-2.0-Kommunikationstools zu nutzen. Der Plan war ursprünglich, alles über Twitter zu veröffentlichen (Blogeinträge-Veröffentlichungen, und auch Inhalte aus formspring.me), und automatisch auf die Station57-Facebook-Seite zu integrieren.
Da ich bis jetzt aber noch kein Tool gefunden habe, das Tweets auf Facebook veröffentlicht, ist Twitter sozusagen ein bisschen die Schnittstelle für beides, bis ich eine bessere Lösung gefunden habe. Ich denke, es ist aber ganz praktisch so für Leute, die keine RSS-Feeds abonnieren, und trotzdem auf dem neuesten Stand bleiben wollen. Dolle Wurst, yeah!

So – wer möge, der folge mir unauffällig.

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endlich, und auch etwas verspätet, ist es mal wieder so weit: Im Rahmen der Retro-Wochen habe ich das nächste ältere Theme, Nummer 20, ausgegraben. Wahrscheinlich eines der populärsten Themes damals. Überhaupt entstand so ein detailreiches Wunder nach diesem nie wieder. Es hat es also verdient.

Online kam es am 20. August 2007, also schon eine Weile her, und es ist eines der wenigen Themes, die auch tatsächlich ewig online blieben. Was daran lag, dass ich in diesem Jahr meine Ausbildung zum Mediengestalter begann (scheiße, ist das lange her!) und konzeptionell und designtechnisch ganz gut ausgelastet war.

Dieses Theme hat mich quasi durch mein erstes, richtig eigenständiges Leben begleitet, yippieyayay.

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Retro-Wochen #20

1. April 2010 um 20:56 Uhr

Station57

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ich habe nach 4815162342 Jahren endlich mal wieder ein Stöckchen zugeworfen bekommen. (Wusste gar nicht mehr, dass es so was noch gibt, das ist doch total retro.) Es geht darum, das morgendliche Ritual zu beschreiben. Ich schmeiße das Stöckchen gleich weiter an … alle andere da draußen. Richtig. So, und jetzt back to topic, here we go:

7:00 Uhr: Mein Handy-Wecker klingelt das erste Mal.

7:54 Uhr: Mein Handy-Wecker klingelt nach sechs Mal auf die „Schlummer-Taste“1 drücken das letzte Mal. Entweder a) ich stelle den Wecker jetzt noch mal manuell auf 8:05 Uhr, weil Schlummern jetzt komplett aus ist oder b) stehe sofort auf, und dusche – so fern ich am Vortag nicht vergessen habe, meinen Boiler anzumachen. Ansonsten muss ich stinkend und hässlich auf Arbeit, so wie heute.

8:20 Uhr: Ich nehme mein Handtuch vom Kopf und kämme mal eben durch, damit meine Haare trocknen. Eigentlich würde ich an dieser Stelle meine Haare föhnen, aber ich hab meinen Föhn verdammtescheißenochmal in der Heimat vergessen.

8:22 Uhr: Ich spiele Restaurant City auf Facebook. Jaha. Schlimm, das. Dann schaue ich in meinen Feed-Reader. Und so was halt.

8:30 Uhr: Ich such mir mal was zum Anziehen.

8:35 Uhr: Ich glätte meinen Pony. (JA! Ich tu das. Wenn ich sie schon nicht föhnen kann, möchte ich nicht mit so ’ner schwulen Föhnwelle herumlaufen, ich bin schon etwas eitel. Vor allem seit ich mir den Pony höchstpersönlich verschnitten habe.)

8:38 Uhr: Ich denke mir: „Scheiße, Du musst in vier Minuten los.“

8:40 Uhr: Ich denke mir: „Ach egal, die Bahn schaffste auch noch, wenn Du etwas später losgehst.“

8:44 Uhr: Ich suche meinen Geldbeutel, iPod, Handy und Schlüssel. Jacke und die immer unbequemen Schuhe an, los geht’s. Wenn mich die Oma unten nicht wieder abpasst, damit ich die braune oder grüne Tonne vor das Haus stelle, schaffe ich die Bahn.

8:52 Uhr: Ich komme rechtzeitig an, wenn die Bahn gerade … „anlegt“ … und steige ein.

9:07 Uhr: Ich steige aus und geh zum Bäcker. Dann werfe ich die Briefe ein, die ich am Vortag von Kollegin F. bekommen habe und eigentlich auch da hätte einwerfen sollen. Ich weiß auch nicht, wie ich das immer mache – habe nach Feierabend immer fünf Briefe in der Hand und in der Bahn fällt mir dann ein: „Oh, da war ja was.“ :roll:

9:18 Uhr: Ich bin auf Arbeit, yeah. Dolle Wurst.

Gedenktag des Tages: Nationalfeiertag in Kuweit. Und alles Gute zum Geburtstag, Mama! Das hier ist für Dich. (Wie schaffst Du es immer, die Bedienung an der Bar zu bestechen, das um zwölf an unseren Geburtstagen einzulegen?)

(via)


  1. Schlummern ist echt total das komische Wort, ehrlich. Wer auch immer sich das ausgedacht hat, es sieht total hässlich aus.

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Stöckchen #24 – Morgendliche Routine

25. Februar 2010 um 00:12 Uhr

Station57

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