Archiv der Kategorie Blogosphäre

da es viele immer wieder verwundert, wenn sie mich auf meinem neuen Blog finden, sollte ich vielleicht doch mal einen Link setzen. Also, hier ganz offiziell: Ja, mich gibt es wieder! Und zwar hier.

(Oh, diese Wordpress-Backend sieht echt … so verdammt alt aus.)

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„Neuer“ Blog.

9. Oktober 2012 um 09:43 Uhr

Blogosphäre, Ego & I

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wer meinen Bruder ein bisschen stalken, oder auch einfach mal wissen will, wie das Leben in Kenia so ist, darf hier vorbeischauen.

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Blog-Werbung.

7. Januar 2011 um 18:27 Uhr

Blogosphäre

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ich komme von meinem allerersten Junggesellinnenabschied nach Hause, und bekomme eine Mail, das mein Blog heute sechs Jahre alt geworden ist. Scheiße, meine Freundinnen, die alle jünger sind als ich, fangen an zu heiraten, ich bin nicht mal ansatzweise schwanger, vergesse aber, dass mein Blog heute Geburtstag hat. Ich weiß nicht, wo das hinführt. Vielleicht zur Torschlusspanik oder schlimmstenfalls Midlife-Crisis.

Früher hätte ich zu diesem Anlass ein neues Layout gebastelt, die Stunden und Minuten gezählt, runter bis Null. Heute erfahre ich per Mail, dass ich vielleicht einen Artikel schreiben soll, der das Jubiläum irgendwie beschreibt. Ich bin ja so offline, das ist der Wahnsinn. Hätte ich das damals vor sechs Jahren gewusst.

Heute vor sechs Jahren war ich achtzehn Jahre alt, in der elften Klasse auf dem Wirtschaftsgymnasium (oh mein Gott!) und wusste nicht, wo mich das Leben hinbringen wird. Ich erzählte Euch alles über mich, meinen damaligen Freund, meine Geschwister und das ich unglaublich gerne Zelda spielte. Ich schrieb Artikel über Themen, die ich ich heute verabscheue – diese Tagebucheinträge, was ich den Tag über gegessen hatte – und finde, dass ich unglaublich erwachsen geworden bin. In noch mal sechs Jahren lache ich darüber.

Heute vor drei Jahren war ich einundzwanzig Jahre alt, zog das erste Mal von zu Hause aus, und begann meine Ausbildung. Ich erzählte Euch alles über mich, meine Arbeit, dass wir Bier ab fünf tranken und ich das erste Mal Nike-Schuhe von meinem ersten Gehalt kaufte (was meinen Vater unglaublich stolz machte, wahrscheinlich). Ich schrieb Artikel über Themen, die ich mich heute nicht mehr getraue zu schreiben – Artikel über die Arbeit, weil nicht jeder Arbeitgeber gerne darüber liest, und weil ich darüber nachdenken muss, wer diese Artikel in Zukunft liest.

Heute, vor etwas mehr als einem halben Jahr, bekam ich mein erstes volles Gehalt, zog ich in meine erste eigene Wohnung in eine Stadt, in die ich inzwischen liebe, die ich kennen gelernt habe, als ich voller Hoffnung war, voller Verzweiflung, fröhlich, am Boden zerstört, voller Liebeskummer und letztendlich voller Liebe. Und Angst. Wenn man erst mal irgendwo ankommt, ist die Angst trotzdem da, es zu verlieren.

Heute bin ich vierungzwanzig Jahre alt, sitze hier, vor etwas, das ich vor sechs Jahren durch Zufall erschaffen habe. Ein Blog, der schon sechs Jahre von diversen Leuten mitverfolgt wird, der nicht übermäßig populär wurde, aber auch nicht zu etwas, mit dem ich mich nicht mehr identifizieren kann. Ich liebe diesen Ort – hier zu schreiben. Alles Gute zum sechsten Geburtstag, Station57.

Gedenktag des Tages: Maria Königin.

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Das Jubiläum

22. August 2010 um 01:11 Uhr

Blogosphäre, Ego & I, Station57

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neulich stolperte ich über den Trailer des „Facebook-Films“ der da heißt „The Social Network“. Im ersten Moment dachte ich, wer denn auf die Idee käme, einen Film über die Entstehung eines soziales Netzwerk zu drehen (David Fincher, übrigens) – aber wenn man bedenkt, wie viel „Einfluss“ Facebook auf unser Leben nimmt, ist die Überlegung gar nicht mehr so abwegig.
Ich klickte mich, um ein wenig mehr Informationen zu erhalten (sorry, hab mich jetzt echt noch nicht für die Entstehung von Facebook interessiert), auf Wikipedia durch die Links, und las unter anderem den Artikel zu Mark Zuckerberg, Mitgründer von Facebook, in dem Folgendes stand:

Anfang des Jahres 2010 erklärte Zuckerberg in einem Interview mit Mike Arrington von TechCrunch, dass er „Privatsphäre“ nicht mehr zeitgemäß findet. Er begründete seine Ansicht damit, dass die Privatsphäre inzwischen ein überholtes Konzept sei, da mehr und mehr Nutzer immer mehr von sich persönlich im Internet preisgeben.

Ich beschäftige mich, wie den meisten schon aufgefallen sein sollte, immer mehr mit dem Thema – deswegen widert mich diese Aussage auch tierisch an. In erster Linie deshalb, weil sie von einem Mitgründer des momentan größten Social Networks stammt, einem Bereich des Internets, in dem das Thema Privatsphäre eine große Rolle spielen sollte.
Wenig Privatsphäre wäre für mich ein wichtiger Faktor, um mich definitiv nicht anzumelden. Warum? Weil ich die Möglichkeit haben will, mich Freunden/wasauchimmer mitzuteilen, ohne dass die ganze Welt es erfährt. Und Facebook ist dafür recht praktisch, das muss man dem Unternehmen schon lassen. Es gibt nichts Vergleichbares.

Eigentlich waren mir die AGB bei Facebook, als ich dort noch angemeldet war, recht „egal“, sag ich mal. – Okay, die haben meine E-Mail-Adresse. Oh, komisch, Facebook schlägt mir einfach so Freunde vor – die ich auch noch kenne! Wie das denn? Ach, was soll’s … Und die personalisierte Werbung. Wayne! Und überhaupt ständig das Umstellen der Privats- und Anwendungseinstellungen, so dass andere doch plötzlich meine Fotos sehen. Ja, mein Gott, stell ich das halt wieder um. Und überhaupt, sollen die doch die Urheberrechte daran bekommen. Und, äh, die lesen mein Adressbuch aus, wenn ich Facebook fürs Handy installiere?

Inzwischen bin ich nicht unglücklich darüber, da raus zu sein, weil ich echt nichts verpasse im Leben, wenn ich dem Verein fernbleibe. Mal abgesehen von der Datenschutz-Thematik: es raubt Zeit (in meinem Fall definitiv).1

Ich kenne eigentlich keinen Internet-Nutzer (abgesehen von denen, die bewusst ihren Namen ins Netz stellen, um einen größeren Bekanntheitsgrad zu erlangen und, ja, „Internet-Newbies“2), der achtlos mit Daten und Fakten rund um seine Person im Internet um sich wirft. Ich behaupte sogar das Gegenteil, nämlich, dass verstärkt mehr Menschen auf ihre Privatsphäre im Internet achten, weil sie sich bewusst sind, dass das Internet nichts vergisst und es von immer mehr Menschen genutzt wird. Manche mehr, manche weniger.

Klar ist der Mensch seit dem Internet öffentlicher geworden und verbreitet mehr Informationen über sich im Netz. Anfangs noch, in Gästebüchern mit vollem Namen. Ich erinnere mich auch an die Anfangszeit der Blogs, überwiegend privat, die lustig und munter über alles bloggten, was ihnen in den Sinn kam. Das gibt es so auch kaum noch. Weil sich der Blogger über die Konsequenzen bewusst wurde. Auch ich gehöre dazu.

Abschließend bleibt zu sagen, dass für einen Menschen wie Mark Zuckerberg Privatsphäre sowieso etwas anders definiert ist als die Privatsphäre eines Otto-Normalbürgers, da er ständig in der Öffentlichkeit steht. Deswegen darf man das Ganze aber keinesfalls abwerten. Ein Grundrecht als „nicht mehr zeitgemäß“ zu nennen – also, wenn wir mit dem Internet in die Richtung gehen, steige ich aus.

Gedenktag des Tages: Nationalfeiertag in Venezuela. (Ich lese immerzu „Vuvuzela“.)


  1. Und es hat die Zahl der Blogeinträge beträchtlich gesenkt: Denn was ich auch „kurz“ los wurde: es war gesagt, und bedurfte keiner längeren Ausformulierung. Genau so bei Twitter, das ich primär nutze, um Leute auf neue Blogeinträge aufmerksam zu machen und ab und an auch auf meine Ungeschicklichkeit in allen Bereichen des Lebens. (Meine Twitter-Affinität hält sich aber auch in Grenzen.) Doppelt geposteter Content ist auch etwas Unnötiges.
  2. Eigentlich ist es schon fies mit den Privatsphäre-Einstellungen. Leute, die mit dem Internet beziehungsweise Social Networks nicht wirklich vertraut sind, sind also von vorne herein „gläsern“, da sie das meiste, was eingesehen werden kann, für alle freigegeben haben. Nicht bewusst meist. Gerade bei Social Networks ist es daher wichtig, zu bestimmen, wer wie viel sehen, und dem User zu vermitteln, wie er was einstellen kann und nicht die Unwissenheit mancher auszunutzen.

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während ich hier meine pseudo-romantische Ader auslebe und schmalzige Popsongs höre, scheint es in der Blogosphäre ja teilweise durchaus lustig und rabiat zuzugehen. Passt so gar nicht zu meiner sanften Stimmung, ist aber durchaus unterhaltsam, wenn ein so bekannter und stark polarisierender Blogger eine Aktion quasi wiederbelebt.

Bisschen virtueller und verbaler Mord- und Totschlag, neue schöne Blogs, viel Wind um nichts, Spiel, Spaß, Spannung. Alles dabei.

Verlinken und verlinkt werden. Oder auch wirklich nur den Drang haben, schöne und hoffentlich etwas unbekanntere Blogs verlinken zu wollen. Wie man’s nimmt. Die Prioritäten haben sich hier etwas verschoben. Schön, wenn man trotzdem zufällig hier und da ein paar schöne Blogs findet, freut mich immer wieder, mal was Neues zu lesen.

In diesem Sinne, das wahre Motto des heutigen Tages: Tag der vermissten Kinder.

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Ein Herz für Schmogs

25. Mai 2010 um 22:30 Uhr

Bizarres/Komisches, Blogosphäre

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