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Paris

… angeschnitten, über den Dächern von Paris. Bald mehr dazu.

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Ich, …

20. Juli 2010 um 09:53 Uhr

Die Welt, Ego & I, Kurz & knackig

7

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das ist mein erster „mobiler“ Eintrag aus dem TGV Richtung Paris. Noch sprechen alle Deutsch, und wir sind somit noch nicht aufgeschmissen (so ohne Wörterbuch).

Auf meinen Ohren herrscht momentan ständiger Druck, und der Hunger nach meinem Salami-Baguette wird langsam unerträglich.

Mal sehen, wie die Internet-Lage die Tage so ist, ansonsten lest ihr mich Samstag in aller Frische – das ist zumindest meine Hoffnung.

Au revoir!

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Los geht’s

12. Juli 2010 um 07:04 Uhr

Die Welt

9

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neulich stolperte ich über den Trailer des „Facebook-Films“ der da heißt „The Social Network“. Im ersten Moment dachte ich, wer denn auf die Idee käme, einen Film über die Entstehung eines soziales Netzwerk zu drehen (David Fincher, übrigens) – aber wenn man bedenkt, wie viel „Einfluss“ Facebook auf unser Leben nimmt, ist die Überlegung gar nicht mehr so abwegig.
Ich klickte mich, um ein wenig mehr Informationen zu erhalten (sorry, hab mich jetzt echt noch nicht für die Entstehung von Facebook interessiert), auf Wikipedia durch die Links, und las unter anderem den Artikel zu Mark Zuckerberg, Mitgründer von Facebook, in dem Folgendes stand:

Anfang des Jahres 2010 erklärte Zuckerberg in einem Interview mit Mike Arrington von TechCrunch, dass er „Privatsphäre“ nicht mehr zeitgemäß findet. Er begründete seine Ansicht damit, dass die Privatsphäre inzwischen ein überholtes Konzept sei, da mehr und mehr Nutzer immer mehr von sich persönlich im Internet preisgeben.

Ich beschäftige mich, wie den meisten schon aufgefallen sein sollte, immer mehr mit dem Thema – deswegen widert mich diese Aussage auch tierisch an. In erster Linie deshalb, weil sie von einem Mitgründer des momentan größten Social Networks stammt, einem Bereich des Internets, in dem das Thema Privatsphäre eine große Rolle spielen sollte.
Wenig Privatsphäre wäre für mich ein wichtiger Faktor, um mich definitiv nicht anzumelden. Warum? Weil ich die Möglichkeit haben will, mich Freunden/wasauchimmer mitzuteilen, ohne dass die ganze Welt es erfährt. Und Facebook ist dafür recht praktisch, das muss man dem Unternehmen schon lassen. Es gibt nichts Vergleichbares.

Eigentlich waren mir die AGB bei Facebook, als ich dort noch angemeldet war, recht „egal“, sag ich mal. – Okay, die haben meine E-Mail-Adresse. Oh, komisch, Facebook schlägt mir einfach so Freunde vor – die ich auch noch kenne! Wie das denn? Ach, was soll’s … Und die personalisierte Werbung. Wayne! Und überhaupt ständig das Umstellen der Privats- und Anwendungseinstellungen, so dass andere doch plötzlich meine Fotos sehen. Ja, mein Gott, stell ich das halt wieder um. Und überhaupt, sollen die doch die Urheberrechte daran bekommen. Und, äh, die lesen mein Adressbuch aus, wenn ich Facebook fürs Handy installiere?

Inzwischen bin ich nicht unglücklich darüber, da raus zu sein, weil ich echt nichts verpasse im Leben, wenn ich dem Verein fernbleibe. Mal abgesehen von der Datenschutz-Thematik: es raubt Zeit (in meinem Fall definitiv).1

Ich kenne eigentlich keinen Internet-Nutzer (abgesehen von denen, die bewusst ihren Namen ins Netz stellen, um einen größeren Bekanntheitsgrad zu erlangen und, ja, „Internet-Newbies“2), der achtlos mit Daten und Fakten rund um seine Person im Internet um sich wirft. Ich behaupte sogar das Gegenteil, nämlich, dass verstärkt mehr Menschen auf ihre Privatsphäre im Internet achten, weil sie sich bewusst sind, dass das Internet nichts vergisst und es von immer mehr Menschen genutzt wird. Manche mehr, manche weniger.

Klar ist der Mensch seit dem Internet öffentlicher geworden und verbreitet mehr Informationen über sich im Netz. Anfangs noch, in Gästebüchern mit vollem Namen. Ich erinnere mich auch an die Anfangszeit der Blogs, überwiegend privat, die lustig und munter über alles bloggten, was ihnen in den Sinn kam. Das gibt es so auch kaum noch. Weil sich der Blogger über die Konsequenzen bewusst wurde. Auch ich gehöre dazu.

Abschließend bleibt zu sagen, dass für einen Menschen wie Mark Zuckerberg Privatsphäre sowieso etwas anders definiert ist als die Privatsphäre eines Otto-Normalbürgers, da er ständig in der Öffentlichkeit steht. Deswegen darf man das Ganze aber keinesfalls abwerten. Ein Grundrecht als „nicht mehr zeitgemäß“ zu nennen – also, wenn wir mit dem Internet in die Richtung gehen, steige ich aus.

Gedenktag des Tages: Nationalfeiertag in Venezuela. (Ich lese immerzu „Vuvuzela“.)


  1. Und es hat die Zahl der Blogeinträge beträchtlich gesenkt: Denn was ich auch „kurz“ los wurde: es war gesagt, und bedurfte keiner längeren Ausformulierung. Genau so bei Twitter, das ich primär nutze, um Leute auf neue Blogeinträge aufmerksam zu machen und ab und an auch auf meine Ungeschicklichkeit in allen Bereichen des Lebens. (Meine Twitter-Affinität hält sich aber auch in Grenzen.) Doppelt geposteter Content ist auch etwas Unnötiges.
  2. Eigentlich ist es schon fies mit den Privatsphäre-Einstellungen. Leute, die mit dem Internet beziehungsweise Social Networks nicht wirklich vertraut sind, sind also von vorne herein „gläsern“, da sie das meiste, was eingesehen werden kann, für alle freigegeben haben. Nicht bewusst meist. Gerade bei Social Networks ist es daher wichtig, zu bestimmen, wer wie viel sehen, und dem User zu vermitteln, wie er was einstellen kann und nicht die Unwissenheit mancher auszunutzen.

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seit hm, keine Ahnung, zwei Wochen oder so, besitze ich also das iPhone. Ich weiß, dass ich total der Trendsetter bin, drei Jahre verspätet und so. Wir können quasi Wetten abschließen, wann ich mir das unnütze iPad holen werde. Ich verwette meine Schlager-CD, die ich seit August 2007 unter die Leute bringen will und tippe aus Erfahrungswerten auf drei Jahre. Los geht’s, wer tippt mehr, mehr weniger? Der Preis ist heiß, yippieyayay!

Nachdem es nach der Bestellung mehr als zwei Wochen gedauert hat, bis das Teil geliefert und die Rufnummer portiert wurde, hielt ich es total funktionierend in meinen Händen. Synchronisiert mit Phibi, ist „Fynn“ nun am Start. Ging auch alles tadellos, ich war schlichtweg begeistert. E-Mail. Kalender. Hab auch endlich meine Kontakte fein säuberlich angelegt (und jeden zweiten Kontakt vergessen, merkte ich aber erst später, als ich die Nummer mal brauchte) – das verloren geglaubte Ordnungs-Gen kommt zum Vorschein, Wahnsinn. Jetzt muss ich vor dem Anrufen1 immer überlegen, wer wie mit Nachnamen heißt (nie mehr einfach nur „Käsekind“ oder „Lisa Schwester“, dolle Wurst), das trainiert schon mein eigentlich nicht vorhandenes Gedächtnis.

So fern man heruntergeladene Apps auch nicht übermäßig benutzt, geht das mit dem Akku auch gut. Der ist – eben je nach App-Nutzung – schnell alle beim iPhone, aber man entwickelt da einen gewissen Automatismus, was das Aufladen betrifft, daher ist das auch okay. Ich sitze ja die ganze Zeit an der Aufladequelle, wenn ich möchte.
Demnächst, wenn ich meine Musik schön geordnet und in iTunes importiert habe, werde ich das Ding auch mal als iPod testen. Hab mir aber sagen lassen, dass der Akku-Verbrauch relativ gering ist, wenn man nicht dauernd am Zappen und Suchen ist.

Ich muss sagen, dass ich dachte, ich benutze das iPhone irgendwie mehr, als es jetzt der Fall ist2. Wenn ich Zeit überbrücken muss, nutze ich es, um mal eben bei Twitter oder Facebook reinzuschauen, zum Surfen eigentlich kaum, app-mäßig am meisten eigentlich, um zu schauen, wann die nächste Bahn fährt (so als Stadtmensch). Und mehr habe ich an Apps auch nicht heruntergeladen, wenn man von Shazam – für Musik-Liebhaber ein Muss bezüglich Musik-Erkennung – und ICQ mal absieht.
Trotzdem: Es ist einfach – unbestreitbar – toll, immer überall online sein zu können. Mal eben was zu nachzuschlagen, oder nach dem Weg mit Google Maps zu schauen. UND ERST DER KOMPASS! Hätten die das mal bei LOST gehabt. Das hätte vieles bestimmt einfacher gemacht.

Und gestern, beim Pogen, fiel es mir nicht mal aus der Hosentasche. Dafür ist meine Brille verbogen und meine Schuhe gehen nicht mal mehr im Used-Look durch. Nun ja. Kauft es Euch.

Gedenktag des Tages: Tag des (freien) Buches.


  1. Anrufen ist gut. Immerhin schon sieben Minuten in zwei Wochen an Frei-Minuten verbraucht, ich bin so Nicht-Frau.
  2. Oder auch: Ich hatte auch Angst, dass ich ein Dauer-Twitterer/Dauer-Facebook-Poster werden würde, der alles dumm und dämlich kommentiert.

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Wasen

ich habe das Glück, immer auf Bahnstrecken nach Hause zu kommen, die am Wasen liegen. Dazu kommt noch, dass ich das überaus große Glück habe, die Bierzelt-Musik live in meinem Wohnzimmer (das so klein ist, dass es gleichzeitig Küche, Klo und Flur ist) zu hören. Allerdings entschädigt mich der gigantische Ausblick – zumindest bis dreiundzwanzig Uhr. Dann wird’s zappenduster.

Neulich fuhr ich mit der U1 von der Arbeit zu mir nach Hause. An der Mercedesstraße stiegen zwei Jungs ein, die einiges an Stoffgetier mit sich herum trugen. Ich würdigte sie keines Blickes – nicht, dass sie sich noch dachten, dass ich es gut finden würde, das Geld für so einen Scheiß wie Lose aus dem Fenster zu werfen. Dann sich lieber durch die ganzen Stände futtern oder eine Maß zischen.

Gegenüber der beiden Jungs saß ein etwa fünfjähriges Mädchen auf dem Schoß ihres Vaters und weinte. Also, wirklich herzzerreißend. Weil die beiden Jungs so viele schöne Stofftiere hatten. Und sie keines. Und der Papa einfach nicht gut genug fürs Dosen-werfen war. Ich starrte auf die beiden Buben, die jeweils fünf Stofftiere in ihren Händen hielten und wünschte mir für einen Moment etwas Gerechtigkeit auf der Welt.

Ach, kannste vergessen. Ehrlich.

Ich fuhr weiter nach Hause – mit Geheule im Ohr, und dankte insgeheim irgendwem, der dafür gesorgt hat, dass die Strecke zum VfB-Stadion nicht mehr auf meinem jetzigen Heimweg liegt. Und um sechs noch nicht so viele Betrunkene vom Wasen aus auf dem Heimweg sind. Fußball-Fans und Betrunkene auf einmal geht einfach mal gar nicht.

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Wasen-Erzählungen

20. April 2010 um 22:44 Uhr

Die Welt, Wohnen, Ärgernis

11

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