Archiv der Kategorie Ego & I

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9. Dezember 2010 um 10:19 Uhr

Ego & I

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водка!!

willkommen zurück zum Schauplatz Bad Cannstatt, dort, wo man noch wegen Wodka in Häuser einbricht.

Heute habe ich mal wieder ein bisschen mein Leben organisiert, und mir ein neues Girokonto bei der BW Bank eröffnet. Mein altes Konto habe ich schon bestimmt seit über zwanzig Jahren bei der Volksbank in Göppingen – was mich fast schon ein bisschen wehmütig stimmt. Ich komme aber nicht dazu, mir da irgendwie was zu organisieren, wenn ich von dort etwas brauche (zur Bank in Stuttgart kann ich da leider nicht gehen, die Volksbanken sind da relativ unflexibel), weil ich unter der Woche eigentlich nie in die Heimat fahre.

Ich habe beispielsweise letztes Jahr irgendwann mal meine Fahrkarte an einem DB-Automaten mit Karte zahlen wollen, hab ich dann auch versucht, und aus mir unerklärlichen Gründen zwei Mal die PIN falsch eingegeben. Seitdem kann ich nichts mehr mit Karte irgendwo zahlen, aber da ich unter der Woche eben mal nicht fünfzig Kilometer nach Göppingen fahre, um mir meine Karte „entsperren“ zu lassen, ließ sich das bis heute nicht regeln. Doof.

Also bin ich heute in eine BW Bank gegangen, um mir ein Girokonto eröffnen zu lassen. Der Berater am Schalter wollte mir noch alles andere andrehen – Rentenversicherung, Kredite und am besten gleich noch die Sparbücher meiner noch nicht existierenden Kinder, hab aber dankend abgelehnt, er konnte schließlich nicht mal meinen ihm diktierten Nachnamen und Straße fehlerfrei ins Formular eintragen. Ein junger Mann hat mich dann sieben Mal auf diversen Unterlagen unterschreiben lassen, bot mir auch noch diverse andere Versicherungen an, die ich aber wieder dankend ablehnte, und nun bin ich stolzer Besitzer eines BW-Bank-Kontos, das ich auch über Telefon-Banking mit einem fantastischen Passwort, das den Berater zum Kopfschütteln brachte, steuern kann.

Jetzt werden die Millionen von meinem total kostenfreien Volksbank-Konto1 auf das neue übertragen, das mich zwei Euro fuffzich im Monat kostet. Und weil ich gerade schon dabei bin, eröffne ich mir noch ein Tagesgeld-Konto, werde mein Sparbuch schließen, und die Lebensversicherung, angelegt von meinem Vater, gleich auf mich umschreiben lassen.

Und morgen borge ich mir einen Kredit, und übermorgen bau ich mein Haus am See.


  1. Man kennt sich ja, bei mir im Dorf, und dann gibt man dem Banker eben ein, zwei Bier aus, und der schaltet das mit den Kontogebühren ab. Ich hatte damals noch kein Geld für Bestechung, deshalb hat in meinem Fall hat mein Vater den Banker zusammengeschissen, wie man damals einer armen Schülerin wie mir, mit ’nem Fuffi Taschengeld jeden Monat, acht Euro Kontogebühren monatlich abziehen könne. Seitdem war da alles umsonst für mich.

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Tschüss Volksbank, hallo BW Bank.

12. November 2010 um 15:15 Uhr

Ego & I

7

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ich esse ja sehr gerne und sehr viel, und inzwischen sogar vielfältig. Was ich wirklich sehr, sehr selten esse, sind Süßigkeiten und so Knabberzeug wie Chips, Kekse oder so was. Ich habe keine Ahnung warum, aber ich springe da gar nicht drauf an – ich kann da ohne Probleme daran vorbeigehen, ohne Heißhunger zu bekommen. Dafür bekomme ich den umso mehr bei altebekanntem Zeug wie Pommes oder Bier.

Na ja, dick werde ich deshalb trotzdem.

Bei mir ist es nämlich so: Ich bekomme etwa so zwei bis drei Mal im Jahr absolut Lust, mir irgendwas Süßes oder Salziges zu holen. Dann schlapp ich in den Supermarkt meines Vertrauens, kaufe mir eine Tüte Chips und eine Packung Raffaelo. (Ich mag Raffaelo, weil Raffaelo ohne Schokolade ist, weil ich eben kein Fan von Schokolade bin. Was auch gut ist, das nimmt mir nämlich die Entscheidung beim Auswählen der Süßigkeit ab.)
Das endet dann so, dass mir die Tüte Chips etwa zwei Wochen reicht, die liegt auf dem Tisch rum, und dann wird eben in regelmäßigen Abständen reingegriffen. Die Packung Raffaelo hingegen ist erst nach einigen Wochen völlig geleert, weil ich die im Schrank verstaue und vergesse, dass sie da liegt (weil da ja sonst nie was in der Richtung liegt).

Irgendwie falle ich da total aus dem Familien-Raster. Wenn ich nach Hause komme ist es nämlich meist so, dass man seine Süßigkeiten wirklich entweder a) schnell aufessen muss oder b) sie irgendwo versteckt. Das führt dann dazu, dass man zufällig irgendwann Schokobons im Bad im Wäschekorb findet oder so.

Gerade habe ich mal wieder so eine Phase, aber die verblasst so langsam. Dann ignoriere ich das alles weder gekonnt und völlig freiwillig. Wer also Interesse an Schokoladenvorrat um die Weihnachtszeit herum hat, darf mir gerne schreiben.

Gedenktag des Tages: Welt-Psoriasistag.

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Nein, meine Süßigkeiten ess ich nicht.

29. Oktober 2010 um 19:24 Uhr

Bla... Bla... Bla..., Ego & I

10

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als Außenstehender nimmt man den Alltag der Medienmenschen und Agenturen oft als bunt glitzernde Welt wahr. Und wir, die Medienmenschen, glauben, dass wir als perfekte Grafiker, Techniker oder Kontakter auf die Welt gekommen sind, weil unser Hobby die Medienwelt ist, das Pixelschubsen, das Entwickeln, das Interesse für die Social-Network-Schiene und das Web.
Und so geht man den Weg dorthin, in diese kleine, bunte Glitzer-Welt, und merkt, dass alles eigentlich gar nicht so ist, wie es dargestellt wird. Nach drei Jahren in dieser Welt, zweieinhalb Jahren Ausbildung und einer lächerlichen Berufserfahrung von einem halben Jahr plus Agenturwechsel habe ich nicht annähernd so viel gesehen wie manch andere, aber eines kann ich mit Sicherheit sagen: nichts ist so vielseitig wie die Medienwelt.

In der Medienwelt lernt man nie aus, und wenn man will, kann man sich unendlich weit entwickeln. Man darf nur nicht eines tun: sich entmutigen lassen und glauben, alles perfekt machen zu können. Es gibt Dinge, die ich früher getan habe, die ich nie wieder tun würde, und es gibt Dinge, die ich gerne tun würde, und bin auf dem besten Weg dorthin. Da ich gerade auch in einen für mich völlig unbekannten Bereich eintauche, bin ich in einer Phase der ständigen Weiterentwicklung. Ich sauge alles, was ich kriegen kann, in mich auf und mache auch hier und dort meine Fehler – das muss sein und das ist okay, denn nur so überschreitet man seine eigenen Grenzen und wächst immer ein wenig mehr über sich hinaus, jeden Tag.

Was ich festgestellt habe: ich liebe die Medienwelt. Eigentlich in all ihren Facetten, obgleich ich auch oft über sie schimpfe. Eigentlich ist es eine Art Hassliebe. Und ich glaube, dass ich langsam merke, dass ich genau dort richtig bin. Es gab eine Zeit, da habe ich daran gezweifelt: Man wird von der Schule, der Uni, irgendwo hineingeschubst, und merkt erst dann, dass alles ganz anders ist, wie es so schön in den Daily Soaps dargestellt wird: Oh, ein Projekt, Scribbles, eine Nacht durchmachen und schon ist ein fantastisches Ding fertig, der Kunde freut sich wie Bolle und lässt die nächsten zehn Projekte, die ebenso fantastisch werden, gleich auch dort abfertigen. Nee, so läuft das nun mal nicht.

Ich werde gerade von unserer Grafikerin in alle Geschäfts- und Grafikbereiche eingeführt, die ich noch nicht kenne, und dann ist sie weg, im Dezember. Und bekommt ihr Baby. Oder ganz viele Babys, weiß man ja nie so genau. Und dann bin nur ich da, und der Trainee. Ich seh mich schon mit meinem Druckberater-Büchlein dasitzen, verzweifelt darin herumblättern … und weiß, dass ich das hinbekommen werde. Und so ein Gefühl zu haben lässt einen gleich ganz anders an die Sache rangehen.

Deswegen: KÄMPFT FÜR EURE TRÄUME! Ach, keine Ahnung. Einfach machen.

P.S.: Ich habe fast elf Gigabyte RAM in meinem Arbeitsrechner … ELF GIGABYTE RAM! Und ich wunderte mich noch, wie Photoshop das mit meinen Fünfhundert-Ebenen-PSD-Dateien macht.

Gedenktag des Tages: Welt-Poliotag.

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Da bin ich also.

28. Oktober 2010 um 21:11 Uhr

Arbeit, Bla... Bla... Bla..., Ego & I

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menschen sind vergesslich. Menschen sind launisch. Menschen sind kritisch. Menschen melden sich nie. Menschen reden schlecht über andere. Menschen sind besserwisserisch. Jeder von uns hat so eine kleine Macke.

Ich war nie der Mensch, der groß an anderen wegen ihren kleinen Fehlern herumgemeckert hat. Ist einer vergesslich, habe ich ihn, wenn ich etwas von ihm wollte, rechtzeitig daran erinnert. Ist jemand launisch, stelle ich mich darauf ein. Ist einer dauernd am Kritisieren, denke ich mir halt: „Jo.“ Meldet sich jemand nie von selbst bei mir, melde ich mich bei ihm. Wenn jemand bei mir über andere schlecht spricht, fange ich nicht mit an, über den Dritten abzukotzen. Wenn mich jemand ständig belehrt, denke ich mir meinen Teil. Eigentlich ist es recht einfach, mit den kleinen Macken von anderen umzugehen, wenn man sie kennt.

Es gibt aber auch die, die einem diese kleinen Fehler ständig vor die Nase halten, und trotzdem wissen, dass sich diese Dinge wohl nie ändern. Die werden jetzt sagen: „Man muss ja echt nicht alles hinnehmen und sich gefallen lassen.“ Ich sage, das ist bis zu einem bestimmten Grad okay. Wenn nun diese kleinen Fehler zu großen werden, ist das wieder etwas anderes. Sich aber ständig wegen Kleinzeug zu streiten, raubt einem nur unnötig die Zeit.

Ich möchte nicht sagen, dass ich besonders tolerant bin. Ich bin gemütlich und harmoniebedürftig, es braucht lange, um mich wirklich wütend zu machen – und dass ich total ausraste, gab es bis jetzt in den seltensten Fällen. Dementsprechend akzeptiere ich auch die kleinen Macken, die andere so haben, und fahre damit immer auf der richtigen Spur.

Klar gibt es manchmal Augenblicke, in denen ich mich tierisch über jemanden aufrege – aber hey, was habe ich davon, mich über eine Lappalie aufzuregen? Ich krieg nur Falten, und dann fängt man tatsächlich noch vor meinem dreißigsten Lebensjahr an, mich nicht mehr an der Kasse zu fragen, ob ich wirklich über sechzehn bin, wenn ich mir Bier kaufe.

Also: einfach mal locker bleiben.

Gedenktag des Tages: Nationalfeiertag in Österreich.

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Sei doch gemütlicher.

26. Oktober 2010 um 20:34 Uhr

Bla... Bla... Bla..., Ego & I

11

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