Archiv der Kategorie Schule

Ich, hahaha.

facebook ist gruselig. Gruseliger wird es, wenn man über Facebook Bilder geschickt bekommt, die einem einen regelrechten Flashback bescheren. In die Schulzeit. Vielen Dank an meine langjährige Sitznachbarin Lisanne und ihre kompetente Fotokamera.

Dieses Bild zeigt mich in der zwölften oder dreizehnten Klasse. Tausende Jahre her. Da kann man so was mal zeigen, schließlich baut sich bei mir das Schamgefühl gegenüber alten Fotos mit den Jahren ab.1

Fünf Dinge, die ich in diesem Moment gedacht haben könnte:

  • „Duschen? Ach nö, hätte ich ja früher aufstehen müssen.“
  • „Wo war denn meine Haarbürste noch mal?“
  • Ich denke gar nichts und meditiere stattdessen.
  • „Ach, diese BWL-Stunden, die machen mich fertig.“
  • Ich denke gar nichts, sondern schlafe mit offenen Augen.
  • „Ähhhh?“
  • „Ich brauche Streichhölzer für die Augen.“

In der Tat gab es in meiner Schulzeit viele Phasen, in denen ich krampfhaft bemüht war, meine Augen offen zu halten. Meistens in den Deutsch-, Geschichts- und Gemeinschaftskundestunden. Ab und zu habe ich dann was Produktives geleistet, um mich wach zu halten. Schiffchen falten oder so. Die habe ich dann in unserer Schultoilette schwimmen lassen und womöglich wesentlich zu einer der vielen temporären Verstopfungen beigetragen. Hiermit entschuldige ich mich öffentlich.

Gedenktag des Tages: Weltwettertag.


  1. Das Bild mit meiner Rundum-Zahnspange gilt in dem Fall nicht.

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Man muss ja auch mal realistisch bleiben.

23. März 2010 um 16:46 Uhr

Schule

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ich hab mich heute Morgen mit zwei meiner Mit-Abi-Kolleginnen an unserer alten Schule getroffen. Um der alten Zeiten Willen und so was. Total gruselig, sich vor dem Ex-Wirtschaftsgymnasium zu treffen. Dem Ort der dunklen Mächte, an dem ich nach drei, na ja, vier Jahren beschlossen habe, nie mehr in meinem ganzen Leben etwas mit BWL am Hut zu haben. Aus gutem Grund. (Das ist total dämonischer Scheiß. Weiche von mir! Ich muss mich nach dem langen Aufenthalt dort unbedingt waschen.) Die anderen beiden sehen das natürlich nicht so. Die eine ist fast mit ihrem Wirtschaftswissenschaften-Studium durch, die andere hat gerade angefangen. Brr.

Als wir dann schon da waren, haben wir ein paar ausgewählte Lehrer aufgesucht. Als erstes meinen ehemaligen Klassen- und BWL-Lehrer, der sich auch wie ein Schnitzel gefreut hat, uns zu sehen. Komischerweise konnte er sich noch an mich erinnern, obwohl ich so unendlich mies war, und im Unterricht nie was Hilfreiches beitragen konnte außer „ich kann jetzt nicht vorlesen, ich hab noch ein Stück Käsebrötchen im Mund“.
Er hat uns gleich als Muster-Beispiele statuiert, und wohl auch die anderen beiden Mädels gemeint, als er uns als eine der „besten BWL-Schülerinnen“ bezeichnet hat. Na ja, wie das so ist, mussten wir auch gleich mal erzählen, was einem im Studium beziehungsweise Beruf so erwartet. Mensch, die jungen Dinger, die da sitzen, die wissen doch gar nicht, was sie da draußen Schreckliches erwartet. Ein ganzes Stück böse Welt. Und während die anderen so geschildert haben, wie das im Studium so läuft, mit dem Lernen, dem Stress, dem Umfang, den wirtschaftlichen Themen1 – stellte ich mich daneben und gab mein Stück Lebenserfahrung weiter. „Also ich hab mit Wirtschaft nichts am Hut, und das ist auch gut so. Ich bin Mediengestalter. Nutzt die Chance, lernt was Richtiges.“ War jetzt zwar keine „Ermunterung, sich später mal mit Wirtschaft zu befassen“, aber hey, das musste ja auch mal knallhart gesagt sein. Das Leben ist schließlich kein Ponyhof.

Weiter ging es dann von meinem BWL-Lehrer über meine ehemaligen Deutsch-Lehrerin zu meinem alten Bio-Lehrer, der mich so mochte, weil ich ihm beim Korrigieren der Arbeiten nie viel Mühe bereitet habe. Hätte ich damals gewusst, dass Bio ins Abi zählt, hätte ich mich bestimmt mehr angestrengt.2 Nun ja, für seine sechsunddreißig sah er schon ganz schön verbraucht aus. Aber wenn man sich so überlegt: Wer a) unterrichtet auch schon Biologie und b) auch noch in einer kaufmännischen Schule. Kann man sich ja gleich erhängen.

Ah, die gute alte Schulzeit, die beste Zeit. Manchmal vermisse ich das schon noch. Über was man sich damals noch Gedanken gemacht hat. Noten, Lehrer und so ’nen Kram. Wahnsinn. Wie gut, dass ich jetzt richtig arbeite und richtige Probleme habe.


  1. Scheiße, ich bin so unendlich froh, nie studiert zu haben.
  2. Ich hab übrigens neulich mal mein altes Zeugnis aus der Grundschule gefunden. So eine richtige Hochphase hatte ich damals nur in der fünften Klasse. Danach wurde es nie mehr besser.

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Ein Sprung in die Vergangenheit

9. März 2010 um 15:17 Uhr

Retrospektive, Schule

9

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heute war ich zum ersten Mal seit Abitur (2007) mal wieder auf einem Klassentreffen … also, es war schon mal irgendwann eines, aber das hab ich wohl irgendwie verpasst. Nun ja, was soll ich sagen, irgendwie weiß ja jeder, wie das auf so Klassentreffen abläuft. Es wird gefragt, was der andere so macht, wer inzwischen verheiratet ist, wieder geschieden und wer sich als letztes vor den Zug geworfen hat. Das Typische halt.

Für mich, vom Wirtschaftsgymnasium kommend, war es sowieso klar, niemals je wieder etwas mit so einem Zeug wie BWL und VWL zu beschäftigen. Davon habe ich schon genug psychische Schmerzen davongetragen, heute habe ich dafür Projektwochen in der Berufsschule.
Es gibt aber tatsächlich Menschen, die das jetzt beruflich ausüben (so was wie … Industriekauffrau, Steuerfachangestellte …) oder sogar studieren (!). Gut, meinen Respekt. Aber ich will trotzdem nix von irgendwelche Paragraphen, Prüfungen in Schieß-Mich-Tot-Recht oder von Makro- und Mikroökonomie wissen. Alles mit Wirtschaft ist scheiße. Außer Geldpolitik. Ich fang auch nicht an darüber zu referieren, wie man RGB-Werte in Hexadezimalzahlwerte umwandelt. So.

Und weil’s so toll war, oder weil ich dachte, dass es noch toller werden könnte, haben vier andere und ich noch beschlossen, in eine Bar/Lounge/Wasauchimmer zu gehen. Dort trafen wir erst mal einen, den alle herzlich begrüßten. Also, ich begrüßte ihn mit „Wer ist das denn?“. Hab dann mitbekommen, dass das anscheinend einer aus der Paraklasse war. Gut, man muss ja nicht alle kennen, die mit einem Abi gemacht haben. :nixwiss
Nachdem dann die Musik jegliches Gespräch quasi übertönte, führte ich (!) mit meiner ehemaligen Klassenkameradin Anne Gespräche über ihr Studium. Keine Ahnung, was sie eigentlich studiert, aber irgendwas, wo sie viel rumfliegt und so. Zumindest hab ich nur so viel verstanden, obwohl sie mir ins Ohr geschrien hat. Nach vielem weiterem Blabla (beziehungsweise nach einem Getränk) bin ich dann auch aufgebrochen („Also Leute, ich geh dann jetzt mal! Chrissi, kannst Du mir meine Jacke geben?“), hab meine Jacke angezogen, hab mich verabschiedet („Tschusen!“) und bin zum Bahnhof. Ich sollte solche Entscheidungen öfter mal innerhalb weniger Minuten entscheiden und umsetzen.

Jetzt bin ich daheim in Stuttgart und froh, dass ich mir gestern noch eine Fanta beim Pizza-Service meines Vetrauens mitbestellt habe. Also, die Fanta war ja auch nur mit drin wegen Mindestbestellwert. Aber immerhin hab ich jetzt noch was zu trinken. Wollte heute ja eigentlich voll feiern und mich betrunken von meinem Bruder abholen lassen (also ich betrunken, er nüchtern) und am nächsten Tag leckeres Papa-Essen essen. Aber nein. Das hat nicht sollen sein.

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Klassentreffen

29. Dezember 2008 um 00:44 Uhr

Retrospektive, Schule

13

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osterferien. Heute vor einem Jahr habe ich also angefangen, aufs Abi zu lernen. Beziehungsweise nur auf das VBRW-Abi. (Reichte auch.) War absolut fleißig, wie ich halt so bin („Ich habe gerade fünf Minuten BWL/RW gelernt, und beschlossen, dass das für heute reicht.“). Hab mich total gestresst („Ich glaube, ich fange jetzt mal an, aufs Abi zu lernen. Bis jetzt bin ich auf stolze drei Stunden Gesamt-Lernzeit gekommen. Aber ich denke, dass das noch nicht so ganz reicht.“), um gute Ergebnisse zu erreichen („Aber ihr könnt das in der nächsten Arbeit so machen wie Jenny immer – ihr schreibt einfach so gut wie gar nix auf Euer Aufgabenblatt. Ich habe weniger zu korrigieren und dazu noch ein schönes Wochenende!“).

Ich habe der Schule immer höchste Priorität eingeräumt („Kurz vor sieben Uhr am Morgen in Deutschland: Ich habe gerade meine Schultasche für einen achtstündigen Schultag gepackt und festgestellt, dass ich mehr Essen und Trinken verstaut habe als Schulzeug.“), die belohnt wurde („Im Kosten- und Leistungsrechnung-Teil (machte circa die Hälfte der gesamt zu erreichenden Punkte in der Klausur aus) hatte ich von vierzehn Verrechnungspunkten stolze 2,5 erreicht.“). Es war einfach schön („Schonmal sechzehn Gedichte aus dem Heimat- und Exil-Lyrik-Büchlein in eineinhalb Stunden gelesen? Wenn nicht, dann Glückwunsch, ich war heute nach den zwei Stunden mehr oder weniger geistig am Ende.“).

Danke für diese schöne Schulzeit. Es war die schönste. (Echt jetzt!)

Um die fleißig lernenden Schüler vor allem in Baden-Württemberg aufzumuntern, hier meine kleine Rückblende auf mein Abitur von letztem Jahr:

Englisch … Kein Eintrag vorhanden. War zu langweilig. :nixwiss

BWL/VWL/Rechungswesen

Heute ist der schönste Schultag meines Lebens, denn heute habe ich mein VBRW-Abitur hinter mir. (…) … ja, ich hätte ich drei Wahlaufgaben voll mit Kostenrechnung verdient. Hätte ich. War aber nicht so. Ätsch! (…) Und last but not least (and definitely not chosen) – „Vollkosten- und Deckungsbeitragsrechnung“. Pfui, pfui.

Mathe

Mein Mathe-Abi war ungefähr so interessant, wie Kühen beim Grasen zuzusehen. Glücklicherweise bin ich gestern früher ins Bett, sonst wäre ich heute irgendwann mal über der Stochastik-Aufgabe eingeschlafen, und direkt mit dem Kopf auf mein Käse-Brötchen geknallt, das ich dabei gegessen habe. (…) Und weil Mathe so langweilig war, war mein persönliches Highlight heute ja, dass sich zwei Busfahrer am Busbahnhof aufs Übelste beleidigt, sich gegenseitig angespuckt und Sachen hinterher geworfen haben.

Deutsch

Deshalb hab ich mal rein präventiv meinem Bruder gesagt, er soll mich notfalls aufwecken, damit ich mein Abi nicht verschlafe. (…) Habe glücklicherweise einen Platz direkt am Fenster bekommen. Somit konnte ich immer den Blätter zusehen, wie sie im Wind schaukelten. Habe nämlich zeitlich gesehen länger gegessen und getrunken als geschrieben. (…) Was ich weiß: ich gehe jetzt erstmal eine Runde schlafen. Gut Nacht!

Datenverarbeitung (mündlich)

Wo ging also die Party die letzten Tage? In allererster Linie im Computerraum unserer Schule. (…) Außerdem lag mir mein Menü vom Mc Donald’s, das ich noch um kurz nach neun am Morgen gegessen hatte, relativ schwer im Magen. (…) Ich habe mich immer wieder tief im Innern gefragt, was die eigentlich von mir wollen. Hab am Anfang an meinem Verständnis gezweifelt, hab dann aber im Endeffekt einfach beschlossen, dass die älteren Herren einfach zu sehr in Schleifen, Arrays und im Binärcode denken. (…) Bevor ich nach der Verkündung der Note wieder ging, bekam ich noch Schimpfe von meinem DV-Lehrer, weil die Fehlzeiten nicht so vertretbar waren.

Ich hab’s hinter mir. IHR OPFER! Ha.

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Rückblende: Abitur

16. März 2008 um 00:04 Uhr

Retrospektive, Schule

11

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freunde der Arbeitswelt, bald werde ich Eurem Bund beitreten. Richtig. Ich habe eine Zusage, und werde ab September offiziell ausgebildet zur Mediengestalterin in Fachrichtung Gestaltung und Technik in einer Agentur in Stuttgart. Und verdiene fett Kohle. Und verdiene endlich mal ein klein wenig Geld. Nach ganzen einundzwanzig Jahren.

Natürlich fängt nach so einer Zusage der ganze Bürokratie-Kram erst an. Da kackt der Hahn doch in die Pfanne – was man alles so braucht!

Als erstes habe ich meinen Ordner aus meinem Regal genommen, in dem alle wichtigen Dinge abgeheftet sind, und das, was ich brauche, fein ausgeheftet und säuberlich aufeinandergelegt, damit ich auch alles beisammen habe für die Vertragsunterzeichnung …
Also, so ähnlich. Ehrlich gesagt habe ich erstmal komplett die Schränke geleert, unter dem Bett, in meinem Computer und hinter meiner Stereoanlage geschaut … folglich nach meiner Lohnsteuerkarte gesucht, die ich irgendwann dieses Jahr mal zugeschickt bekommen habe. Zumindest glaube ich das. Lohnsteuerkarte nicht gefunden, eine vom Rathaus geholt, was mich ganze fünf Euro gekostet hat. Aber egal. Ich bin ja bald reich.

Als nächstes habe ich mich um eine Mitgliedsbescheinigung und Sozialversicherungsausweis gekümmert. Musste mich erst einmal informieren, was ein Sozialversicherungsausweis ist, nach eigenständiger Recherche (die meine Freundin übernommen hat) wusste ich nach ein paar Stunden, dass ich beides von der Krankenkasse bekomme, also dort angerufen, die mir daraufhin zwei Tage später einen ihrer Außendienstmitarbeiter geschickt hatten. (Die, die immer so furchtbar viel reden und erklären, was man eigentlich selber schon weiß.) War aber trotzdem sehr freundlich. Blieb auch freundlich, als ich fünf Minuten lang überlegte, ob ich meine neue Krankenkarte mit oder ohne Bild will. Und hat mir zum Schluss noch einen Kinogutschein geschenkt. Ist wohl so üblich, wenn man da ’ne Versicherung für Auszubildende unterschreibt. Tolles Timing, schließlich wollte ich ja mit Verwandtschaft und Anhang die nächsten Tage ins Kino gehen.

Bankverbindung und Adresse habe ich im Kopf – jetzt muss ich nur noch einmal zum Friseur meines Vertrauens, und los kann die Reise zum Ausbildungsvertrag gehen! Ich freu mich wie ein Schnitzel, in Zukunft wieder etwas Produktives tun zu können.

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Arbeitswelt, ich komme!

10. August 2007 um 14:05 Uhr

Ego & I, Retrospektive, Schule

23

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