meist kurz vor den Ferien bin ich geradezu optimistisch, was mich und mein Lernverhalten angeht. Da nehme ich mir allerlei vor, in den Ferien zu tun, damit im nächsten Schuljahr alles besser klappt. Meist klappt das alles dann doch nicht so, wie geplant… Zumindest habe ich für diese Ferien mal eine Aufgabe, bin aber noch nicht (wirklich) an diese herangegangen.

In diesen Ferien muss ich einen Essay für Deutsch schreiben. Nun ja, schreiben ist für mich jetzt nichts Anstrengendes. (Zumindest finde ich es wesentlich entspannender, als ein Mathe- oder BWL-Abivorbereitungsbuch aufzuschlagen, nicht weiterkommen, mir die Haare zu raufen, weil ich aus den Lösungen aus dem dazugehörigen Lösungsheft nicht schlau werde. Anschließend das Buch voller Wut in die nächste Ecke zu werfen und festzustellen, wie wenig man eigentlich kann und weiß.)

Jedenfalls: Das Thema meines Essays lautet…

Vaterland ist, wo mich Luise liebt“ -
Vaterland – Muttersprache – Heimat

… und wenn ich ehrlich bin, kann ich persönlich wenig damit anfangen. (Das Zitat stammt übrigens aus Schillers Drama ‚Kabale und Liebe‘.)

Ich habe es in letzter Zeit desöfteren mal versucht, einen guten Einstieg zu finden, aber mir fällt einfach nichts ein. Das Thema ist für mich eigentlich eher ein ernsteres, nichts, womit man mit Witz und Ironie herangehen kann. Und wenn ich ehrlich zu mir selbst bin, hatte ich es noch nie so mit ernstem Schreiben.

Deshalb frage ich einfach mal herum. Ich bräuchte ein paar Ideen, Gedanken zum Thema, wenn einer also Lust hat, ein paar Fragen zu beantworten (die sind auch gewiss nicht schwer), wäre mir schon etwas geholfen. Dabei ist mir Eure Meinung wichtig, nicht die Definition eines Lexikons.

1. Wie definiert ihr Heimat?
Was verbindet ihr damit (Orte, Personen, Landschaften)? Ist ‚Heimat‘ ein fester Ort, oder ist Heimat da, wo die Liebe ist (siehe Zitat)?
2. Wie definiert ihr Vaterland?
3. Sind Vaterland und Heimat das Gleiche? Oder: Was ist der Unterschied?
4. Welche Themen falle Euch noch zum Thema des Essays ein, die angesprochen werden sollten?

Das sind die Fragen, die mir im Kopf herumschwirren. Für Anregungen, Vorschläge und Ideen bin ich also dankbar. Dann kann ich mal etwas Produktives leisten. :/

***

Hilfe benötigt

31. August 2006 um 11:01 Uhr

Schule

17

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als ich klein war, machte ich mir nie irgendwelche Gedanken über unsere Dialekt. Für mich war es normal, schwäbisch zu reden, und die ‚im Fernsehen‘ waren diejenigen, die doch absolut nicht richtig sprechen konnten. Überhaupt klang ‚unsere Sprache‘ doch viel schöner als dieses ‚eingebildete Hochdeutsch‘.

Wenn man dann in die Schule kommt, wird man dann förmlich desillusioniert. „Ihr seid jetzt in der Schule, und da lernt ihr richtiges Deutsch.“

Da heißt es nicht mehr ‚dem Papa sein Fuß‘ sondern ‚der Fuß des Vaters‘ – und der Fuß war auch nicht mehr das, was er einmal war, denn der hieß ab sofort ‚Bein‘. Auch die bösen Dinger, die mich nachts im Sommer stachen, waren ‚Stechmücken‘, und keine ‚Schnacken‘. Und ‚Mucken‘ waren ‚Stubenfliegen‘.
Auch das mit den Zeiten war seltsam, ich verstand damals nicht, warum ich nicht mehr „ich habe das gemacht gehabt“ sagen durfte und stattdessen nun belehrt wurde, dass es „ich hatte das gemacht“ hieß.

Ja, die Umstellung der ‚Sprache‘ ist schon nicht ganz leicht für uns schwäbischen Kinder gewesen. Viele verfielen vor Verwirrung oft ins ‚Schwäbisch-Deutsch‘ und das klang noch schlimmer, als das Urschwäbisch selbst. Auch viele Lehrer hatten es auch bestimmt nicht leicht mit uns gehabt. Schließlich gab es auch einige trotzige Kinder, die voller Wut ihren Dialekt verteidigten und behaupteten: „Des hoißt net ‚Fliegenklatsche‘ des hoißt ‚Muggabatschor‘!

Aber im Großen und Ganzen gabe es doch schon einiges, was sich sprachlich gelohnt hat, zu ‚verlernen‘.

Denn wenn man auch vieles ausrotten konnte, es gibt bis heute noch etwas, das viele Schwaben nie verlernen werden. Das fiel mir auf, als ich letztens einen Schwaben im Fernsehen reden hörte.
Es gibt da bestimmte zwei Wörtchen. Und immer, wenn diese zwei Wörtchen fallen, erleide ich physische und psychische Schmerzen, weil sich das doch selbst in meinen Ohren grauenhaft anhört. Der Übeltäter heißt der wo.

Der wo tritt überall bei uns auf, in der Definitionen verlangt werden. Und das passiert in meinem Klassenzimmer recht oft. Der wo hat so oft seinen Auftritt, dass es meine Deutschlehrerin schon aufgegeben hat, vom der wo-betroffene Schüler die ganze Zeit zu korrigieren. Der wo will berühmt werden. Der wo will gelesen werden. Und deshalb schmuggelt er sich immer wieder in die Köpfe und in das Geschriebene. Der wo ist irgendwie einfach unausrottbar.

Es gibt deshalb einen Wunsch, den ich schon länger hege:
Der Mensch, der wo das erfunden hat, mit dem würde ich gerne mal ein ernstes Wörtchen reden. Ja. Und damit die Welt verbessern.

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Wir können alles. Außer Hochdeutsch.

30. August 2006 um 07:44 Uhr

Retrospektive, Tagtägliches

21

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Für manche World of Warcraft-Namen sollte es echt Preise geben. ;)

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Originelle Nicks

29. August 2006 um 13:26 Uhr

Kurz & knackig

4

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ich hatte schon fast immer recht schlechte Augen. Als ich neun Jahre alt war, hatte ich eine Brille bekommen (auf die ich damals sehr stolz war), und als ich fünfzehn war, bin ich auf Kontaktlinsen umgestiegen. Darauf hat mich meine damals beste Freundin gebracht, mit dem Argument, dass mich dann der Junge, in den ich damals unglaublich verknallt war, endlich registrieren würde.

Der Junge registrierte mich nicht, dafür aber meine Freundin.

Jedenfalls bin ich immer recht gut mit Kontaktlinsen ausgekommen. So gut, dass ich nicht mal mehr eine Brille brauchte. Ich ging jedes halbe Jahr zum Arzt, um mir meine Kontaktlinsen für das nächste halbe Jahr zu kaufen, reinigte sie anständig und alles war gut.

Mit der Zeit wurde ich immer nachlässiger. Eines Abends hatte ich bei einer Freundin übernachtet, die auch Linsen trug. Ich hatte damals meine Box für die Linsen vergessen und war kurz davor, deswegen wieder nach Hause zu gehen. Meine Freundin meinte damals aber: „Ich tu‘ meine Linsen gar nicht mehr aus den Augen, das geht auch.“ Ich war recht verwundert, tat es ihr aber nach.
Am nächsten Morgen war es zwar etwas komisch, der Blick etwas unscharf, aber es ging. Und von mal zu mal wurde es dann zur Angwohnheit, und das endete damit, dass ich sie ein ganzes halbes Jahr am Stück (!) in den Augen ließ. Und meine Augenstärke sich auf dem einen Auge um eine Dioptrie (!) verschlechterte.

Da ich echt schon kurzsichtig genug bin (-5,25 und -6,5 Dioptrien), war ich geschockt, und begann sie mehr oder weniger (eher weniger) wieder über Nacht ’raus zu machen. Aber es ist einfach nun mal so: Ich bin vergesslich, und so vergesse ich auch hin und wieder mal das Rausmachen.

Erst vor etwa ein, zwei Wochen habe ich bemerkt, dass ich einen Riss in der Linse hatte. Das geht schon noch mit dem Tragen, ist aber nicht so gut fürs Auge. Und als ich heute Morgen feststellte, dass meine Linse sich komisch anfühlte, nahm ich sie aus dem Auge, um sie zu reinigen. Dabei fiel mir auf, dass ein Stück Plastik (oder was auch immer das ist) fehlte. Und damit bin ich irgendwie die letzten paar Tage herumgelaufen. Irgendwie faszinierend wie das eigentlich ging – und erschreckend auch.

Was ich damit sagen wollte: Ich muss das ändern. Um es ändern zu können, brauche ich etwas, das mich daran erinnert. Deshalb der Eintrag.

*virtuelle To-Do-Liste herauskram*

To-Do-Liste:
- Essay schreiben
- BWL wiederholen: Kosten- und Leistungsrechnung
- Erinnerungszettel schreiben: Kontaktlinsen

Erledigt.

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Erinnerungseintrag

28. August 2006 um 12:38 Uhr

Retrospektive, Tagtägliches

17

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jenny: „Ich habe so ein Browsergame angefangen, in dem ich ein Ameisenvolk heranzüchten muss. Aber eigentlich finde ich das Browsergame richtig doof. Ich gehe nur immer wieder regelmäßig auf die Seite, damit die Ameisen nicht sterben, das wäre nämlich total traurig – die täten mir dann richtig Leid…“

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Echte Gefühle bei Browsergames

27. August 2006 um 02:50 Uhr

Wortgefecht

11

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