als ich eines Nachts, vor einigen Tagen, in den Keller ging, mit dem Vorsatz, etwas zum Essen zu finden (weil der Kühlschrank nichts her gab), war ich recht verdutzt. Nachdem ich also auch im Gefrierfach nichts Essbares gefunden hatte, fiel mein Blick auf drei Milchpackungen. Im Gefrierschrank. Ganz unauffällig in die Ecke gequetscht.

Mein erster Gedanke war: „Wer gefriert denn Milch ein? Ist das eine neue Methode, den Geschmack der Milch zu verbessern oder sie länger haltbar zu machen? Um den Platz der Gefriertruhe auszunutzen?“

Kopfschüttelnd schloss ich die Türe also, und vergaß den seltsamen Vorfall.

Gestern am Essenstisch fiel es mir wieder ein. Irgendwie einfach so. (Ich glaube, ich assoziierte es mit dem Käse, der noch auf dem Tisch stand.) Ich fragte also meinen Vater, wer denn auf die Idee gekommen war, Milch einzufrieren. Und ja, die Antwort die er mir gegeben hat, fand ich anfangs irgendwie bekloppt.

„Ich dachte mir, da wir keine Kühlakkus haben, fülle ich leere Milchpackungen mit Wasser, friere sie ein, dann kann ich die bei Gelegenheit als Kühlakkus benutzen.“

Und im Nachhinein fand ich die Idee eigentlich gar nicht so übel.

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Erfindergeist

26. August 2006 um 15:39 Uhr

Bizarres/Komisches

7

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ich besitze seit einigen Jahren kein Handy mehr. Seit ich vor etwa vier Jahren eine Handyrechnung von etwa siebzig Euro hatte, habe ich mein Handy weggegeben und mir nie wieder eines angeschafft.
Etwa neunzig Prozent der SMS und Telefonate waren total überflüssig und ich habe beschlossen, mein Geld nicht weiterhin in meist mehr als unnötige SMS und Gespräche zu verschwenden, und diese Einstellung blieb also bist heute bestehen.

Da es aber ja heutzutage ja schon fast eine Seltenheit ist, kein Handy zu haben, wird mir immer wieder mit großen Augen und verwunderndem und auch etwas ironischem Unterton folgende Frage gestellt: „Wie, Du hast kein Handy?!“ (Wo lebst Du denn? Hinterm Mond?)
Aber ich muss sagen, dass ich auch gut ohne Handy auskomme. Es gibt wirklich keinen Zeitpunkt, in dem ich es vermisst oder gebraucht hätte. Und das hätte ich vorher auch nie gedacht – dass es geht, ohne ein Handy auszukommen. Vor allem heute, wo eigentlich schon fast jeder eines besitzt, und es zur Standardausstattung gehört.

Als ich heute ausnahmsweise mal eine SMS schreiben musste, hatte ich mir das Handy meines Bruders ausgeliehen, und ich musste verzweifelt feststellen, dass auf den Tasten keine Buchstaben und Zahlen mehr zu erkennen waren. Nach einem kläglichen Versuch habe ich aufgegeben.

Ich glaube, nein, ich muss zugeben, in dieser Hinsicht bin ich wohl einfach wirklich unmodern. Aber es stört mich kein bisschen.

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Bin ich denn jetzt total unmodern?

25. August 2006 um 18:36 Uhr

Tagtägliches

14

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als ich gerade diese AXE-Werbung gesehen hatte, in der sich ein Mann mindestens dreißig Sekunden lang mit einem AXE-Deodorant einsprüht, und die ganzen Frauen ihn aufgrund seines AXE-Geruches unbedingt für sich wollten, musste ich lachen.

Bis heute ist für mich AXE immer noch das Pflegeprodukt für Jungen in der Pubertät, die gerade das Deo für sich entdeckt haben.

Ich weiß auch nicht warum.

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The AXE Effect

23. August 2006 um 21:30 Uhr

Kurz & knackig

18

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vor langer Zeit, im Jahre 1999, reisten meine Familie und ich für drei Wochen nach Amerika, Ridgefield Park, in New Jersey. Dort wohnten wir vorübergehend bei meiner Tante und bei meinem Onkel.

Meine Tante hatte damals einen braunen, alten Toyota, der unglaublich laut war und recht dampfte, wenn er mal fuhr.
Immer wieder besuchten wir tolle Städte, Sehenswürdigkeiten und Fast Food Restaurants. An einem dieser Tage saßen mein Bruder, zwei meiner noch jüngeren Großcousins und ich also auf dem Rücksitz des oben beschriebenen Toyotas, tuckerten friedlich auf dem Highway nach einer Besichtigung irgendwo Richtung nach Hause, als plötzlich die Polizei hinter uns her fuhr, mit Blaulicht und Tatütata, und meiner Tante unmissverständlich klar machte, dass sie rechts ’ran fahren sollte.
Da meine Tante ein anständiger Bürger ist, leistete sie dem also Folge. Sie fuhr rechts ‚ran, und wartete bis der nette Polizist erschien, kurbelte das Fenster hinunter und fragte, was los sei.

Der nette Polizist sagte darauf erstmal gar nichts. Er betrachtete das Auto genau, während meine Tante immer wieder nach hakte. Er bat sie dann schließlich, das Auto untersuchen zu dürfen. Ein Wagen wie ihrer, ein brauner, alter Toyota, wurde als verdächtiges Auto gemeldet, das einem Verbrecher gehöre. Unmissverständlich machte er ihr klar:

„Sie sind ein potenzieller Verbrecher!“

Ich erinnere mich an das Gesicht meiner Tante, als sei es erst gestern gewesen, eine Mischung aus Frustration und Schock machte sich auf ihrem Gesicht breit. Sie begann dem Polizist klar zu machen, dass das gar nicht so sei, sehe sie aus wie eine Verbrecherin und dass sie außerdem „four hungry kids“ in ihrem Wagen habe, und dass das mehr als unhöflich sei.
Nach langem Trara und einer ausführlichen Wageninspektion ließ der Polizist uns also wieder fahren, meine Tante noch völlig außer sich.

Das war ein echtes Highlight für mich gewesen. Bei mir war sonst nie irgendein Verwandter oder Bekannter als potenzieller Verbrecher abgestempelt worden.

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Sie sind ein potenzieller Verbrecher!

23. August 2006 um 15:18 Uhr

Bizarres/Komisches, Retrospektive

4

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ich frage mich, mit welchen Worten ich meine Gefühle beschreiben soll, jetzt, nachdem ich Tokio Hotel unter den Weekly Top Artists auf Platz 5 meiner last.fm-Liste gefunden habe…

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Äußerst bedenklich?

22. August 2006 um 16:55 Uhr

Bizarres/Komisches

5

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