dinge, die ich immer mal machen wollte, aber eigentlich total unnütz sind: sich die Haare vom Friseur färben lassen.

Und zwar Rot. Also, so richtig. Die Friseurin schlug mir ein dunkles Rot vor, ich tippte auf der Farbpalette (ich bin photoshop-geschädigt) auf ein Kupferrot. Die Friseurin wieder auf das dunkle Rot. Mhm, irgendwie blieb es nun auf beim dunklen Rot, was auch eine ganz gute Entscheidung war, weil das Haar jetzt gleichmäßig dunkel gefärbt ist.

Haare selbst färben ist eigentlich keine Kunst. Und ich meine nicht dieses: „Ach, ich kann alles eigentlich eh viel besser als jeder andere Dienstleister, weil ich die Instrumente dazu habe.“ Es geht echt einfach. Inzwischen sind die ganzen Anwendungen so konzipiert, dass es einfach zu mischen ist und auch überhaupt nicht tropft. Gut, man braucht bestimmtes Wissen, beispielsweise, dass man schwarzes Haar nicht blondiert oder blondes Haar nicht schwarz färbt. Diese Fehler macht man aber auch nur einmal, weil man danach aussieht wie ’n Alien.

Aber auch mal da zu sitzen, und festzustellen, dass es total affig aussieht, wenn man nur den Ansatz gefärbt hat, weil der Rest der Haarpracht absteht – wirklich, fantastisch. Gepaart mir der roten, noch kranken Nase – Hammer. Jeder, der an mir vorbeiging, hatte einen innerlichen Lachanfall, ich schwör’s Euch. Und auch die Zeitschriftenauswahl – Gala, Für Sie, OK! – ich wusste gar nicht, wo ich bei der intellektuellen Masse an Artikeln anfangen sollte und wo aufhören.

Nun ja, jetzt hab ich’s auch mal getestet, und weiß, dass ich das genauso gut selbst machen kann. Ich Genie. Abgesehen von Blond, Blond färbt man sich niemals selbst. Aber auch das lernt man irgendwann, wenn man sich selbst die Haare färbt und danach aussieht wie ’n Alien.

Überrascht hat mich eigentlich nur der Preis. Irgendwie dachte ich, bei färben und schneiden geht das preislich über den Hunni hinaus – waren aber nur knapp fünfundsechzig. Ok, weniger als gedacht, aber mehr, als hätte sein müssen.

Aber passt, hab schließlich erst Gehalt bekommen.

***


Schuhe, schon wieder.

freunde der Schneeflocken – wie geahnt, wurde ich jetzt auch richtig krank, top. Am Mittwoch hat’s voll reingehauen, so richtig schön Halsschmerzen und mächtig viel Rotz, das glaubt ihr gar nicht. Das Schöne am Kranksein aber ist ja, wenn man eine Konsole hat, den ganzen Tag vor dem Fernseher, eingemummelt in eine Decke, so richtig schön zocken kann. Hab nach dem letzten Besuch daheim die Game Cube meines Bruders mitgenommen mit „Zelda – Twilight Princess“, und schon neun Stunden dafür verbraten und bin nicht mal durch den Waldschrein. Mein Bruder meint, ich sei eine Lusche, ich sage, mein Bruder soll mal gegen mich Tetris spielen.

Bis Montag bin ich hoffentlich wieder gesund, ist nämlich gar nicht schön, wenn man eine schwangere Kollegin im siebsten Monat hat, die bei jedem Husten und Rotzeln mit dem Typometer auf einen einschlägt und schreit: „ICH HAB JETZT KEINE LUST, KRANK ZU WERDEN!“ Überhaupt weiß ich jetzt sehr viel übers Schwangersein, Kinderkriegen und so. Schließlich wurde der andere Kollege vor kurzem auch Vater, und nannte sein Kind Paul. Am Anfang fand ich Paul echt gruselig, inzwischen finde ich Paul total toll. Paul. Wer ist eigentlich Paul. Paul der Gaul. Paul, halt’s Maul. (Mhm, ans Erstklässler-Mobbing haben die Eltern da nicht gedacht, aber diese Auf-Namen-Reim-Phase sollte ja schnell vorbei gehen.)
Die Kollegin erzählte mir viele Dinge, die ich ganz interessant fand, und Dinge, die ich so nicht wissen wollte, zum Beispiel, dass sich der Muttermund bei jedem Husten etwas mehr geöffnet hat und so was. Deswegen will sie auch nicht, dass ich meine Bakterien ins Büro schleppe.

Natürlich hab ich mich, neben dem Kranksein, auch total auf die Weihnachtszeit eingestellt. Geschneit hat’s ja schon, sogar in Stuttgart. Total beschissen, ich mag keinen Schnee. Kann ich meine Chucks nicht mehr anziehen (obwohl ich ständig damit aufgezogen werde, dass ich damals beim Skifahren 2008 auf der Skihütte nur mit Chucks herumgelaufen bin). Und einen Adventskalender hab ich auch – wobei ich nur das Poster von Miss Dezember haben wollte, die Schokolade darf der Freund essen. Und dieses Jahr sogar eine ganze Palette an Weihnachtsideen, aber irgendwie keine Zeit, das alles zu machen. Deswegen werde ich wohl jedem aus meiner Familie ein Stück Käse schenken.

Ich werde jetzt jedenfalls das ganze Wochenende hindurch viel schlafen und herum liegen, den Flug in die Sonne nach Weihnachten bis in die erste Januarwoche buchen und mein MacBook neu aufsetzen, vielleicht auch so, dass ich die Standardtastatur wieder nutzen kann. Bis dahin, tschö mit ö.

Gedenktag des Tages: Vorlesetag.

***


wirklich jetzt, leck mich doch jetzt mal die gesamte technik am arsch. kaum ist meine laptop-tastatur kaputt, geht meine angeschlossene nicht mehr richtig, zumindest, was groß- und kleinschreibung betrifft. echt. waschmaschine im arsch, internet kommt nicht, laptop-tastatur am arsch, alles andere am arsch. und morgen funktioniert mein glätteisen nicht mehr. ich weiß es. das wär beauty-technisch gesehen mein absoluter tod.

so. aber das soll mich nicht davon abhalten euch von meinem großartigen samstagabend und von heute zu erzählen.

samstag war der achtzigste geburtstag meiner oma. der freund ich fanden uns gegen siebzehn uhr in einer kleinen wirtschaft ein. wir hielten den platz frei für den rest der familie, der standardmäßig zu spät kam, weil mein vater meinte, er müsste eine halbe stunde vor feierbeginn noch fürs wochenende einkaufen gehen. gegen halb sechs waren dann alle komplett, und ich wollte mich anfangs dezent zurückhalten, was den sektempfang anging. als dann aber meine halbe family an der quelle stand, habe ich mich einfach dazu gesellt, um nicht aufzufallen.

mein bruder nutzte als einziger das sagenhafte event, um sich zu betrinken. er fing mit dem sekt an, stieg auf wein um und trank letztendlich bier. er hat sich dann an den tisch der über sechzigjährigen gesetzt, und die leute dort feuchtfröhlich unterhalten, so dass sich alle wünschten, so einen sohn zu haben. sagte er. ich glaube, die alten haben gelogen. etliche stunden später erzählte er uns daheim noch von der ungerechtigkeit der welt. eigentlich redete er unentwegt. egal mit wem. er redete auch mit sich selbst. dem auto. und seiner zahnbürste.

ich trank fast den ganzen abend cola.

heute hingegen fing dann der ernst des berufslebens an, denn heute hatte ich meine erste präsentation, und das gleich bei einem großkunden. wusste ich erst seit freitag. musste mir dann abends erst mal ein paar seriöse klamotten kaufen. zum glück ging mein glätteisen heute morgen noch. hat mir aber auch nichts gebracht, weil der regen meine frisur ruinierte.
um vierzehn uhr dreißig ging es dann los, und alles hat auch ganz wunderbar geklappt, obwohl ich das gefühl hatte, ich würde so schwülstig und lallend reden wie mein bruder am samstag. alles halb so schlimm, wenn man ein gutes konzept hat. fand ich gut, und schlürfte meinen schwarztee.

ansonsten habe ich das glück, langsam aber sicher krank zu werden – passt ja auch hervorragend in meine momentane pechsträhne.

gedenktag des tages. keine ahnung, wikipedia ist down.

***

und so gehen die tage um.

22. November 2010 um 21:11 Uhr

Bla... Bla... Bla..., Retrospektive, Ärgernis

14

Gefällt mir! (2 Lesern auch schon.)

Loading ... Loading ...

hallo. Meine Laptop-Tastatur funktioniert immer noch nicht. So ergab es sich, dass ich eine uralte Tastatur über meinen USB-Port anschloss und nun damit schreibe. Feeling wie 1998.

Und überhaupt hab ich gerade eh viel Pech mit so was. Und der Freund gleich mit, wir ergänzen uns prächtig. Unser Internet kommt nicht, weil die Kabel BW die Kabel nicht austauschen kann, weil diese irgendwie nicht richtig durch die Kabelkanäle gehen. Wegen Kabel BW gingen jetzt allein schon drei Arbeitstage drauf, und bei einem Termin haben sie uns morgens – wohl nach dem Motto „besser spät als gar nicht“ – angerufen, und sind dann mittags nicht mal gekommen. Penner. Und die neue Waschmaschine steht erst zwei Wochen im Haus, und schon ist der Start-Knopf im Arsch. Und dann das mit den paar Regentropfen und meinem Laptop.

Irgendwie nicht so geil. Na ja, immerhin ist bald Wochenende mit dem heiß ersehnten achtzigsten Geburtstag meiner Oma.

In diesem Sinne werden ich diesen Beitrag als Notiz abspeichern, aufs iPhone synchronisieren und mich so, umständlich, aber besser als gar nicht, mitteilen. Total mobil bin ich.

Gedenktag des Tages: Nationalfeiertag in Lettland.

***

So. Ein. Pech.

18. November 2010 um 19:10 Uhr

Ärgernis

5

Gefällt mir! (1 Lesern auch schon.)

Loading ... Loading ...

ic wollte sco immer mal eie Blogeitrag screibe, oe dass diverse Bucstabe fuktioiere. Deswee ace ic das jetzt. Der Rege at irgedwie die Tastaur meies Laptops ruiiert, vielleict wird’s besser, we alles wieder getrocket ist.

Bis dai, viele liebe rüße, Eure Jey.

PS: Wer errät, welce Bucstabe es sid, bekot eie tolle Sclager-CD, die ic sco seit August 2007 jeade adree öcte.

Gedektag des Tages: „Tag der Autoren hinter Gittern“1.


  1. Apfel + c, Apfel + v.

***

Ei kleies Rätsel.

15. November 2010 um 18:18 Uhr

Bla... Bla... Bla..., Kurz & knackig

17

Gefällt mir! (5 Lesern auch schon.)

Loading ... Loading ...